Ein durch heftige Regenfälle ausgelöster Erdrutsch in einem Dorf in der Provinz West-Java auf der indonesischen Hauptinsel Java hat mindestens acht Menschen in den Tod gerissen. Rettungskräfte suchten nach 82 Einwohnern, die vermutlich unter Schlamm- und Trümmermassen begraben wurden. 24 Menschen konnten der Katastrophe entkommen, sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde.
Das Unglück hatte sich demnach am späten Freitag ereignet. Tagelang anhaltende heftige Regenfälle hatten dazu geführt, dass Flüsse über die Ufer traten und das Dorf Pasir Langu im Bezirk West Bandung in der Provinz West-Java zerstörten. Schlamm, Felsen und Bäume stürzten die Berghänge hinunter und begruben etwa 34 Häuser. Etwa acht Leichen wurden in dem am stärksten betroffenen Weiler Pasir Kuning geborgen.
Fernsehsender zeigten Bilder von Arbeitern und Einwohnern, die verzweifelt in Pasir Langu gruben, wo Straßen und grüne Reisterrassen unter braunem Schlamm versanken. »Instabiler Boden und starker Regen erschweren weiterhin die Such- und Rettungsarbeiten«, sagte der Leiter des Katastrophenschutzamtes von West-Java.
Er berichtet, die lokalen Behörden hätten die Lage schnell bewertet und unmittelbar nach dem Erdrutsch Notfallteams entsandt. Familien, die innerhalb von 100 Metern vom Erdrutschgebiet leben, wurden evakuiert.
Der weltgrößte Inselstaat Indonesien ist aufgrund seines bergigen Geländes, des tropischen Klimas und langer Regenzeiten besonders anfällig für Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdrutsche. Nach starken Regenfällen treten Erdrutsche besonders häufig in dicht besiedelten Gebieten auf, wo unter anderem Abholzung den Boden destabilisiert.
Im Dezember wurde die indonesische Insel Sumatra von katastrophalen Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht, bei denen laut Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde mindestens 1200 Menschen ums Leben kamen und mehr als 7000 verletzt wurden. Mehr dazu lesen Sie hier.
