Joanna Mendoza, Kandidiert in Arizona:
»Können wir die Politik einfach wieder langweilig machen?«
Joanna Mendoza, Cait Conley, Rebecca Bennett und Debbie Walsh: Diese vier Demokratinnen nennen sich die »Hellcats«. Und sie haben ein Ziel: Bei den Zwischenwahlen in diesem Jahr wollen sie je einen Sitz im US-Repräsentantenhaus gewinnen. Dabei könnte ihnen vor allem eine gemeinsame Erfahrung helfen. Alle vier Frauen sind Veteraninnen, die im US-Militär gedient haben – als Hubschrauberpilotin, Marinekapitänin, Ausbilderin und als Soldatin in mehreren Spezialeinheiten.
Rebecca Bennett Kandidiert für New Jersey:
»Ich habe nachts Missionen mitten auf dem Ozean geleitet, wo es keinen Spielraum für Fehler gibt, und ich habe meine Aufgabe jedes Mal erfüllt. Außerdem bin ich Mutter von zwei Kindern und ziehe meine Mädchen in diesem Bezirk groß, wobei meine Jüngste in der Kindertagesstätte ist. Meine Älteste besucht eine öffentliche Schule, und ich verstehe die Herausforderungen, denen wir in diesem Land gegenüberstehen.«
Die vier geben sich bürgernah. Drei der vier »Hellcats« haben Kinder und sehen sich im Alltag mit ähnlichen Problemen wie die meisten anderen Familien in den USA konfrontiert.
Joanna Mendoza, Kandidiert in Arizona:
»Als Mutter eines schulpflichtigen Kindes, eines 10-jährigen, aktiven kleinen Jungen, habe ich darüber nachgedacht, wie die Zukunft für ihn aussehen könnte, wenn man die Lage unseres Landes bedenkt, und das hat mir wirklich Angst gemacht. Demokratien stehen auf dem Spiel, die Menschen leiden, sie können sich keine Lebensmittel leisten, geschweige denn Miete. Ich meine, einige von ihnen sind nur einen Gehaltsscheck von der Zwangsräumung entfernt. Und das alles ist das Ergebnis dieser Politik, von Zöllen über das Gesundheitswesen bis hin zur Rechtsstaatlichkeit, es herrscht völliges Chaos. Und ich denke, was die Menschen im Moment wirklich wollen, ist Stabilität. Können wir die Politik einfach wieder langweilig machen?«
Die Demokraten müssen bei den Zwischenwahlen mindestens drei Sitze der Republikaner gewinnen, um die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erlangen. Experten räumen den »Hellcats« aufgrund ihres militärischen Hintergrunds gute Chancen ein. Bereits 2018 haben eine ehemalige Hubschrauberpilotin und eine ehemalige CIA-Beamtin zwei hart umkämpfte Sitze in Virginia und New Jersey für sich entscheiden können.
Cait Conley, Kandidiert für New York:
»Wir sind eine Gruppe von Freundinnen, die sich gemeinsam auf diese Reise begeben. Wir sind Führungspersönlichkeiten, Patriotinnen, Kämpferinnen, die dieses Land mehr als alles andere lieben.
In den ersten Wochen des Wahlkampfs haben alle »Hellcats« eine ähnliche Botschaft verbreitet: Durch ihren militärischen Hintergrund und ihr Verantwortungsbewusstsein seien sie die perfekten Kandidatinnen.
Cait Conley, Kandidiert für New York:
»Soldaten suchen in ihren Anführern genauso wie das amerikanische Volk in seiner politischen Führung etwas, worauf sie sich verlassen können, um ihre Ziele zu erreichen. Wir werden das Richtige für dieses Land und für seine Familien tun. Wir werden uns darauf konzentrieren, Ergebnisse zu liefern. Abliefern für das amerikanische Volk. Damit es die Zukunft bekommt, die es verdient, damit die besten Tage Amerikas noch vor uns liegen.«
