SpOn 20.01.2026
11:34 Uhr

Midnight Oil: Schlagzeuger Rob Hirst ist tot


Mit Songs wie »Beds Are Burning«, »Blue Sky Mine« und »Read About It« wurde die australische Rockband Midnight Oil berühmt. Nun trauert die Gruppe um Gründungsmitglied Rob Hirst.

Midnight Oil: Schlagzeuger Rob Hirst ist tot

Drei Jahre lang hat er gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs gekämpft. Nun ist Rob Hirst, Schlagzeuger, Songwriter und Mitbegründer der australischen Rockband Midnight Oil, im Alter von 70 Jahren gestorben. Wie die Band auf ihren sozialen Kanälen mitteilt, starb Hirst friedlich und »im Kreis seiner Liebsten«.

Auf Instagram schreiben die Bandkollegen um Frontmann Peter Garrett: »Nach fast drei Jahren heldenhaftem Kampf ist Rob nun frei von Schmerzen – ein winziger Lichtschimmer in der Wildnis.« Hirst war nicht nur das rhythmische Rückgrat der Band, sondern auch als Songwriter an vielen ihrer größten Hits beteiligt, darunter »Beds Are Burning«, »Blue Sky Mine« und »Read About It«.

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Hirst kam 1955 in Camden im Südwesten von Sydney zur Welt. 1976 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern von Midnight Oil, als die Band sich formierte. Die Gruppe wurde in den folgenden Jahrzehnten mit politisch und sozial engagierten Rocksongs weltweit berühmt. Speziell in dem Hit »Beds Are Burning« kritisierte Midnight Oil die Vertreibung und die schlechten Lebensbedingungen der australischen Ureinwohner und forderte die Rückgabe ihres Landes. Der Song wurde zu einer Hymne für die Rechte der indigenen Bevölkerung Australiens.

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In einem seiner letzten Interviews sprach Hirst im vergangenen November offen über seinen Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs. Im ABC-Radio  erzählte er, dass er die Diagnose 2023 erhalten und er seither zahlreiche Behandlungen durchlaufen habe, darunter Chemotherapie und Strahlentherapie. Zudem habe er eine schwere Sepsis überlebt, sagte Hirst.

Trotz der ernsten gesundheitlichen Herausforderungen blieb Hirst kreativ und spielte weiter Musik. Seine Bandkollegen bezeichneten ihn in ihrem Abschiedsstatement als unersetzlich: »Es gibt zwar keine Worte – aber es wird immer Songs geben.«

ptz/dpa