SpOn 27.01.2026
20:49 Uhr

Mette Frederiksen: Dänemark will für Einigung mit den USA im Grönland-Konflikt »alles tun«


Verstärkte Kooperation, ja. Gebietsabtretungen, nein: Das hat die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen im Konflikt um Grönland deutlich gemacht. Da die »alte Welt« weg sei, plädiert sie für Aufrüstung.

Mette Frederiksen: Dänemark will für Einigung mit den USA im Grönland-Konflikt »alles tun«

Dänemark will laut Ministerpräsidentin Mette Frederiksen »alles tun«, um sich im Grönlandkonflikt mit den USA zu einigen – außer Gebiete abzutreten. In der ARD-Sendung »Maischberger«, die heute Abend ausgestrahlt wird, sagte Frederiksen auf die Frage, ob grönländisches Territorium für die Vereinigten Staaten denkbar sei, laut Übersetzung: »Nein. Das kann man sich nicht vorstellen.« An dem Tag, an dem man Kompromisse bei den Grundsäulen der Demokratie mache, sei alles zu Ende, so Frederiksen.

US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach mit der Annexion der zu Dänemark gehörenden Insel gedroht, am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos dann aber eine Kehrtwende angedeutet: Es gebe einen Rahmen für eine Vereinbarung über Grönlands Zukunft, sagte Trump nach einem Gespräch mit Nato-Chef Mark Rutte. (Erfahren Sie hier mehr darüber.) Gleichzeitig nahm Trump angedrohte Strafzölle gegen europäische Alliierte, darunter Deutschland, zurück. Diese hatten sich zuvor hinter Dänemark gestellt.

Das wertet Frederiksen als Erfolg im Kampf gegen die US-Bedrohung. »Wenn Europa zusammensteht und sich selbst verteidigt, mit einer Stimme spricht, dann funktioniert es«, sagte die Ministerpräsidentin. »Wir haben jetzt eine diplomatische Spur mit den Amerikanern und müssen sehen, ob wir eine Vereinbarung treffen können.«

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Zum Inhalt der Gespräche mit den USA wollte sich Frederiksen nicht äußern. Wie lange die Verhandlungen andauerten, könne man »nie wissen«. »Parallel zu den Gesprächen, die wir jetzt mit den Amerikanern führen, müssen wir Europäer uns aber klarmachen, dass die alte Welt weg ist«, so Frederiksen. »Ich glaube nicht, dass sie zurückkommt. Für uns Europäer ist es deshalb am allerwichtigsten, auf die Aufrüstung zu setzen.«

Während US-Präsident Trump damit prahlt, einen »Deal« abgeschlossen zu haben, rätselt man in Grönland über die Konditionen. Was ist da eigentlich beschlossen worden? Lesen Sie hier mehr dazu .

atr/dpa