Drei Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen Mann im sauerländischen Menden ist der flüchtige Tatverdächtige in Serbien gefasst worden. Der 40-Jährige wurde bei einer Kontrolle entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft Arnsberg und die Polizei Hagen gemeinsam mitteilten . Der mutmaßliche Täter hielt sich demnach unter falschen Personalien in Serbien auf. Weitere Angaben zur Festnahme und zum möglichen Motiv machte die Polizei nicht.
Polizei und Rettungskräfte am Tatort in Menden (im August)
Foto: Alex Talash / dpaDer Mann, der laut Staatsanwaltschaft die serbische und montenegrinische Staatsangehörigkeit hat und in Menden wohnhaft war, soll nun nach Deutschland überführt werden. Er soll nach einem Streit in einem Wohngebiet in Menden am 22. August zwei Männer niedergeschossen haben. Ein 45-jähriger Deutscher starb. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen alle Opfer Handwerker sein. Sie sollen zuvor für den Tatverdächtigen gearbeitet haben und mit ihm in Streit geraten sein. Seitdem war der 40-Jährige flüchtig. Nach ihm wurde mit Foto und vollem Namen per europäischem Haftbefehl gefahndet.
Informationen der »Bild«-Zeitung und »Westfalenpost« zufolge soll auf einer Baustelle ein Streit über Geld eskaliert sein. Zeugen sprachen von einem »Kugelhagel«.
Wie die »Bild« und »Westfalenpost« weiter berichteten, hatten Nachbarn den mutmaßlichen Täter als »aggressiven Psychopathen« beschrieben. Demnach habe er seine Familie terrorisiert und die eigenen Kinder geschlagen sowie einem anderen Mann im Streit fast das Ohr abgebissen. Der WDR hatte zudem berichtet, dass er in der Vergangenheit wegen Hehlerei und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis straffällig geworden war. Außerdem habe er zwei Menschen mit der flachen Hand und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Am 22. August habe er dann endgültig die Fassung verloren und »wie von Sinnen« um sich geschossen, wie die Polizei mitteilte.
