Der Dokumentarfilm über die First Lady der USA, Melania Trump, hat bei seinem Kinostart in den Vereinigten Staaten die Erwartungen übertroffen. Der von Amazon finanzierte Film »Melania« spielte laut Schätzungen des Unternehmens Exhibitor Relations am Startwochenende sieben Millionen Dollar ein, das sind umgerechnet rund 5,9 Millionen Euro. Der Film von Regisseur Brett Ratner landete damit auf Platz drei der US-Kinocharts.
Getoppt wurde »Melania« in den Kinocharts von dem Science-Fiction-Streifen »Iron Lung« auf Platz zwei und dem Horrorfilm »Send Help« auf Platz eins.
Medienberichten zufolge handelt es sich um den erfolgreichsten Start eines Dokumentarfilms seit über einem Jahrzehnt. Allerdings kostete er auch deutlich mehr als ein typischer Dokumentarfilm: Amazon zahlte 40 Millionen Dollar für die Rechte, außerdem investierte die Firma weitere 35 Millionen Dollar in die Werbung für den Film.
Die Dokumentation mit dem Untertitel »20 Tage, um Geschichte zu schreiben« dokumentiert die 20 Tage vor Donald Trumps Rückkehr an die Macht im Januar 2025. Der Film hatte am vergangenen Donnerstag im Kennedy Center in Washington, D.C., (das der Präsident in einem rechtlich umstrittenen Schritt in Trump-Kennedy-Center umbenannt hat) und 19 weiteren Veranstaltungsorten seine offizielle Premiere. Am Freitag kam er dann in zahlreichen Ländern regulär in die Kinos.
Dem Branchenblatt »Hollywood Reporter« zufolge kommt der Film vor allem bei Konservativen im Süden der USA gut an, insbesondere bei Frauen über 55 Jahren.
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Amazon steht in der Kritik, sich mit dem Film bei US-Präsident Trump einschmeicheln zu wollen (mehr dazu hier). Die Dokumentation selbst bekam zahlreiche negative Rezensionen.
Natürlich kommt man der First Lady nicht nah in der neuen Doku über ihr Leben. Aber jede ästhetische und inhaltliche Kritik greift zu kurz. »Melania« ist schon jetzt ein Dokument der Zeitgeschichte. Warum dieser Film mehr ist als eine Geschmacksfrage, erfahren Sie hier .
