SpOn 22.02.2026
19:01 Uhr

Melania Trump: Bad Bunny-Song in Video als subtiler Seitenhieb?


Die First Lady der USA postet ein Video als Hommage an eines ihrer Kleider – und irritiert mit der Musikwahl. Denn der Künstler hinter dem Song ist einer der lautesten Kritiker ihres Mannes.

Melania Trump: Bad Bunny-Song in Video als subtiler Seitenhieb?

Ein Kleid, ein Schwarz-Weiß-Video – und ein Popsong mit politischer Sprengkraft. Melania Trump, 55, postete am Samstag ein Instagram-Video mit einem Lied von Bad Bunny – ausgerechnet jenem Künstler, den ihr Ehemann zuletzt öffentlich verrissen hatte.

In dem schwarz-weißen Video präsentiert Melania Trump ein Kleid, das sie zum Ball der Amtseinführung von Donald Trump trug und das inzwischen im National Museum of American History ausgestellt wird. Als Soundtrack wählte sie die ersten Akkorde von Bad Bunnys Nummer-eins-Hit »DtMF«. Die Buchstaben stehen für »Debí Tirar Más Fotos«, übersetzt: Ich hätte mehr Fotos machen sollen. Ein Lied über das, was bleibt. Und das, was man verpasst hat. Ein melancholischer Track.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Dass die Wahl ausgerechnet auf dieses Lied fiel, wirft Fragen auf. Schließlich ist in der Welt der Trumps nichts je ganz privat – und nichts je ganz zufällig.

Donald Trump hatte Bad Bunny wiederholt scharf attackiert, zuletzt nach dessen Halbzeit-Show beim Super Bowl LX. Auf seiner Plattform Truth Social nannte er die Performance »schrecklich«, »eine der schlechtesten Shows aller Zeiten« – und spottete: »Niemand versteht ein Wort von dem, was dieser Typ sagt.« Es war weniger Musikkritik als Kulturkampf.

Mehr zum Thema

Politisch ist Bad Bunny für Trump ein Reizthema. Der puerto-ricanische Superstar kritisiert offen die US-Einwanderungspolitik und rief bei den Grammys demonstrativ »ICE out« – eine Kampfansage an die Einwanderungsbehörde. Musik als Megafon.

Konservative Gruppen organisierten deshalb aus Protest beim Super Bowl eine alternative Halbzeit-Show. Aber mehr als 135 Millionen Zuschauer sahen lieber Bad Bunnys Auftritt. Die Quote entschied gegen den Spott.

Ob Melanias Musikwahl tatsächlich eine stille Botschaft ist oder nur ein algorithmischer Zufall, bleibt offen. Der Haussegen scheint jedenfalls nicht beschädigt: Nur wenige Stunden nach ihrem Post erschienen Donald und Melania Trump Händchen haltend und demonstrativ gut gelaunt beim Dinner der Gouverneure im Weißen Haus.

vet