Große Bühne für die First Lady der USA: Das sind nicht die Oscars, aber Melania Trump hat jetzt einen eigenen Kinofilm.
Dafür begleitete ein Filmteam die sonst eher öffentlichkeitsscheue Melania kurz vor Donald Trumps zweitem Amtsantritt.
Melania Trump, First Lady USA:
»Here we go again.«
Die Rechte an dem Film hat sich ein Filmstudio von Amazon-Gründer Jeff Bezos ganze 40 Millionen US-Dollar kosten lassen.
Wer mit einer vermeintlich objektiven Dokumentation rechnet, liegt falsch: Melania selbst ist eine der Produzenten des Films. Ein Teil des Amazon-Geldes dürfte also an sie geflossen sein – wie viel genau, ist nicht bekannt. Laut CNN hatte auch Donald Trump Einfluss auf den Film. Obendrauf gab Amazon 35 Millionen Dollar für Werbung aus. Möglicherweise um sich mit dem US-Präsidenten gut zu stellen – auch wenn die Firma das bestreitet.
Bei der Premiere blieben die Trumps und ihre Freunde ziemlich unter sich, Journalisten waren nicht geladen. Aber was erwartet Kinobesucher während der 110 Minuten auf der Leinwand?
Melania Trump, First Lady USA:
»Es gibt viele Szenen, die die Menschen verbinden werden. Sie werden Humor, Trauer und Mode sehen.«
Wem das jetzt zu unkonkret war – das sagt ihr Ehemann:
Donald Trump, US-Präsident:
»Es ist ein sehr wichtiger Film. Er zeigt das Leben im Weißen Haus. Das ist eine große Sache.«
Interessant ist auch die Wahl des Regisseurs: Brett Ratner, bekannt unter anderem durch die Rush-Hour-Filmreihe. Zuletzt sorgte er 2017 für Aufsehen, als er mehrerer sexueller Übergriffe beschuldigt wurde.
»Melania« ist seither sein erstes großes Projekt. Er betonte, dass es bei dem Film nicht um Geld gehe. Wahrscheinlich auch besser, denn die Zeichen stehen auf Flop.
Immerhin die erste Vorführung in einem Berliner Kino so gut wie ausverkauft: In einem Saal mit ganzen 20 Plätzen.
Donald Trump, US-Präsident:
»Hast du es gesehen?«
Melania Trump, First Lady USA:
»Nein, ich werde es in den Nachrichten sehen.«