SpOn 26.05.2026
06:55 Uhr

Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an FDP-Comeback mit Wolfgang Kubicki


Die FDP spielt bundespolitisch keine Rolle mehr. Nun will Wolfgang Kubicki seine Partei erneuern – doch die wenigsten Deutschen trauen ihm das einer Umfrage zufolge zu. Besonders harsch urteilen demnach Menschen in Ostdeutschland.

Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an FDP-Comeback mit Wolfgang Kubicki

Im Bundestag außen vor, in den Umfragen im Keller: Die FDP kommt seit ihrer Wahlniederlage im vergangenen Jahr nicht mehr richtig in den Tritt. Eine Mehrheit der Deutschen glaubt einer Umfrage zufolge, dass das auch unter dem möglichen künftigen FDP-Chef Wolfgang Kubicki kaum gelingen kann.

Nur jeder Vierte (25 Prozent) traut der FDP ein politisches Comeback mit neuer Spitze zu, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und »Stern« zeigt. 66 Prozent glauben nicht, dass die Partei den Sprung über die Fünfprozenthürde schafft, neun Prozent äußern keine Meinung oder trauen sich keine Einschätzung zu.

Besonders skeptisch sind demnach Anhänger von SPD (80 Prozent), Linken (76 Prozent) und Grünen (75 Prozent). Unter CDU/CSU-Anhängern glauben 26 Prozent an ein Comeback der FDP, bei AfD-Anhängern sind es 29 Prozent. Im Osten fällt der Optimismus mit 18 Prozent geringer aus als im Westen (26 Prozent). Forsa befragte für die nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage am 21. und 22. Mai insgesamt 1009 Deutsche.

FDP wählt Ende Mai neue Spitze

Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünfprozenthürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in 6 von 16 Landesparlamenten. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken. Im Herbst stehen weitere Landtagswahlen an, in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Auch dort droht laut bisherigen Umfragen ein Scheitern an den Wahlurnen.

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Nach den Niederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Eine neue Spitze wird beim Bundesparteitag am kommenden Wochenende in Berlin gewählt.

Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete. Neben Kubicki wollte zunächst auch Nordrhein-Westfalens FDP-Landeschef Henning Höne kandidieren, verzichtete Mitte Mai aber überraschend darauf und will nun nur erster Stellvertreter werden.

mrc