Im vergangenen Jahr sind offenbar mehr geflüchtete Menschen mit finanzieller Hilfe aus Deutschland in ihr Heimatland zurückgekehrt als in den Jahren zuvor. 2025 nutzten insgesamt 16.576 Geflüchtete die Möglichkeit, mit einer Förderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in ihr Herkunftsland oder in ein anderes Land auszureisen.
Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe mit Bezug auf eine Bamf-Sprecherin. Demnach gab es im vergangenen Jahr 6218 mehr Rückkehrer als noch 2024. Das entspricht einer Zunahme von 60 Prozent.
2024 waren 10.358 Asylsuchende mit Geld vom Bund freiwillig ausgereist. 2023 lag die Zahl mit insgesamt 10.762 Menschen auf einem ähnlichen Niveau.
Ein Grund könnten die Ausreisen nach Syrien sein: Seit Januar 2025 bietet das Bundesamt wieder die geförderte freiwillige Ausreise in das Land an, zuvor war das Programm aufgrund des Bürgerkriegs ausgesetzt.
Rund 6000 Ausreiseanträge nach Syrien
Bis Ende Dezember reichten demnach insgesamt 5976 Menschen einen Antrag für die Ausreise nach Syrien beim Bamf ein, von denen 3678 Menschen bereits ausgereist sind. Das Bundesamt stelle insbesondere mit Blick auf Syrien ein »großes Interesse« fest, wie die Behördensprecherin mitteilte.
Seit dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad im Dezember 2024 war die Zahl der syrischen Schutzsuchenden in Deutschland zurückgegangen. Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte im Oktober unionsintern heftige Kritik auf sich gezogen, nachdem er bei einem Besuch in Syrien eine freiwillige Rückkehr in großer Zahl angezweifelt hatte.
Mit dem sogenannten REAG/GARP-Programm fördert der Bund die freiwillige Rückkehr von Geflüchteten in ihre Herkunftsländer oder in Drittstaaten. Das Bundesamt übernimmt etwa Flugkosten für die Ausreise und zahlt eine »Starthilfe«. Es gibt 1000 Euro für jede erwachsene Person sowie 500 für Kinder und Jugendliche.
