SpOn 04.12.2025
15:23 Uhr

#MeToo: Kirsten Dunst lobt den Fortschritt der Bewegung


Hollywood sei sicherer geworden, meint Kirsten Dunst. Das sei auch der Debatte über sexuelle Übergriffe zu verdanken: Mit vielen Aktionen kämen Männer heute »definitiv nicht mehr ungestraft davon«.

#MeToo: Kirsten Dunst lobt den Fortschritt der Bewegung

Schauspielerin Kirsten Dunst, 43, ist überzeugt, dass die #MeToo-Bewegung in Hollywood für Veränderungen gesorgt hat. »Ich denke, wir haben viele Leute hinter Gitter gebracht«, sagte sie bei einem Filmfestival in Saudi-Arabien auf die Frage eines Zuschauers. Laut einem Bericht von »Variety«  hatte dieser sich erkundigt, ob männliche Schauspielkollegen und Regisseure die Botschaft von #MeToo verstanden hätten.

»Ich habe das Gefühl, dass die Leute mit dem, was sie früher getan haben, definitiv nicht mehr ungestraft davonkommen«, antwortete Dunst. »Jetzt passt jeder besser auf. Ich denke also, dass es für uns alle eine viel sicherere Umgebung ist.«

Sie selbst habe als junge Schauspielerin viel Glück gehabt. »Ich hatte eine gute Familie, eine gute Mutter. Meine Mutter war immer für mich da«, sagte Dunst. »Mir ist nie etwas Negatives passiert. Ich war sehr behütet.«

Gemischte Erfahrungen

Dunst berichtete etwa von den Dreharbeiten zum Film »Melancholia« des dänischen Regisseurs Lars von Trier. »Sein ganzes Team bestand aus Frauen«, sagte sie. »Ich habe mich so sicher gefühlt. Es war eine so ruhige und förderliche Umgebung, und alle anderen Schauspieler waren so wunderbar.« Über Lars von Trier gibt es allerdings auch andere Berichte: So warf ihm etwa die Sängerin Björk vor, sie sexuell belästigt zu haben. Der Regisseur bestreitet das .

Dunst selbst hat eigenen Angaben zufolge in ihrem Job keine derartigen Übergriffe erlebt. Sie sagte in der Vergangenheit aber, als junge Schauspielerin nicht immer gut behandelt worden zu sein. Am Set von »Spider-Man« Anfang der Nullerjahre habe man ihr etwa den despektierlichen Spitznamen »Girly-Girl« gegeben. Sie habe sich damit unwohl gefühlt, aber sich nicht getraut, sich zu beschweren. »Du hast nichts gesagt«, erklärte sie 2024 in einem Interview  mit dem Magazin »Marie Claire«. »Du hast es einfach so hingenommen«.

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Um mit den Fallstricken Hollywoods zurechtzukommen, habe Dunst auch die Beziehung zu älteren Kolleginnen geholfen. Als Teenager arbeitete sie für den Film »Marie Antoinette« etwa mit Sofia Coppola zusammen. »Sie fand mich schön, und mit 16 Jahren gab es mir wirklich enormes Selbstvertrauen«, sagte Dunst. Das sei »wie ein stilles Wissen in mir, das mich während meines Aufwachsens in dieser Branche gestützt hat.«

esw