SpOn 28.01.2026
03:11 Uhr

Marco Rubio versteckt sich vor Donald Trump, wenn er in der »Air Force One« schläft


Wenn er weite Strecken fliegt, braucht der US-Außenminister eine Ruhepause, wie er nun sagt. Kompliziert wird das, wenn sein Chef Donald Trump mit an Bord ist. Dann verwandelt sich Marco Rubio offenbar in eine Mumie.

Marco Rubio versteckt sich vor Donald Trump, wenn er in der »Air Force One« schläft

Der amerikanische Außenminister Marco Rubio, 54, versteckt sich für seine Nickerchen an Bord der Präsidentenmaschine »Air Force One« gern vor seinem Chef Donald Trump. Das erzählte Rubio im Gespräch mit dem Magazin »New York«, mehrere US-Medien zitieren daraus.

An Bord des Flugzeuges gebe es ein Büro mit zwei Sofas, so Rubio, »und normalerweise möchte ich auf einem dieser Sofas schlafen«. Dazu wickle er sich komplett in eine Decke ein. »Ich bedecke meinen Kopf. Ich sehe aus wie eine Mumie.« Ziel der Verhüllungsaktion: Rubio versucht eigenen Angaben zufolge, sich vor Trump zu verstecken. »Ich mache das, weil ich weiß, dass (Trump) irgendwann während des Fluges aus der Kabine kommen und durch die Gänge streifen wird, um zu sehen, wer wach ist.«

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Es sei ihm lieber, Trump würde annehmen, dass ein Mitarbeiter auf dem Sofa schlafe. »Ich möchte nicht, dass er seinen Außenminister auf einer Couch schlafen sieht und denkt: ›Oh, dieser Kerl ist schwach.‹«

Er selbst brauche Ruhepausen, wenn er auf internationalen Flügen unterwegs sei, sagte Rubio. Der 79 Jahre alte Trump hingegen lege sich bei diesen Flugreisen nie zum Schlafen hin.

DER SPIEGEL

Das Magazin befasst sich in dem Artikel  hauptsächlich mit der Gesundheit des US-Präsidenten, der am 14. Juni 80 Jahre alt wird.

Trump war in den vergangenen Monaten häufiger dabei beobachtet worden, wie er bei Treffen die Augen schloss. Auf die Frage des Magazins, ob der Präsident in diesen Momenten einschlafe, sagte Rubio: »Das ist ein Mechanismus zum Zuhören.«

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Trump selbst erklärte gegenüber dem Magazin, er habe während Kabinettssitzungen die Augen geschlossen, weil diese »verdammt langweilig« seien. Dies sagte nichts über seinen Gesundheitszustand aus.

Trump hatte seinen Amtsvorgänger Joe Biden immer wieder als »Sleepy Joe« (»schläfrigen Joe«) verunglimpft und sich trotz seines ebenfalls fortgeschrittenen Alters als hochvitalen Widerpart dargestellt. Doch die Zweifel an Trumps gesundheitlichem Zustand wachsen. Und immer öfter gibt es Kritik aus der eigenen Partei: Der US-Präsident wirkt verwundbar. Wie fit ist er? Mehr dazu erfahren Sie hier .

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