SpOn 15.02.2026
21:16 Uhr

Marco Rubio in Slowakei und Ungarn: Schulterschluss mit EU-Kritikern


Nach der Münchner Sicherheitskonferenz reist US-Außenminister Marco Rubio weiter nach Bratislava und Budapest und trifft die EU-kritischen Regierungschefs Robert Fico und Viktor Orbán.

Marco Rubio in Slowakei und Ungarn: Schulterschluss mit EU-Kritikern

Nach seiner Rede bei der Sicherheitskonferenz in München reist US-Außenminister Marco Rubio weiter zu zwei der schärfsten EU-Kritiker: In Bratislava und Budapest trifft er die Regierungschefs Robert Fico und Viktor Orbán, um eine vertiefte Zusammenarbeit zu sprechen.

Bei seinem Kurzbesuch ​in Bratislava sagte US-Außenminister Marco Rubio am Sonntag, unter Präsident Donald Trump würden die USA »nicht nur die ‌Slowakei, sondern ganz Mitteleuropa zu einem zentralen Bestandteil unseres Engagements auf dem Kontinent und in der Welt machen«. Dabei werde man sich nicht nur auf Höflichkeiten beschränken, sondern »konkrete Maßnahmen ergreifen, die sowohl Ihrer als auch unserer Bevölkerung zugutekommen«. Mit Ministerpräsident Robert Fico und Präsident ​Peter Pellegrini besprach Rubio Energie- und Verteidigungsthemen. Anschließend reiste er weiter nach Ungarn, wo er am ⁠Montag Ministerpräsident ⁠Viktor Orbán treffen soll.

Fico und Orbán unterhalten weiterhin Beziehungen zu Putin

Ungarn und die Slowakei sind Mitglieder der Europäischen Union. Allerdings geraten ihre Regierungen ‌immer wieder mit Brüssel wegen diverser Streitigkeiten aneinander. Zudem unterhalten Fico und Orbán weiterhin Beziehungen zur Führung in Moskau, haben EU-Sanktionen gegen Russland kritisiert ‌und lehnen Militärhilfe für die Ukraine ab. ​Gleichzeitig zählen die beiden Regierungschefs in ‌der EU zu den entschiedensten Unterstützern Trumps. Insbesondere der ‌Rechtsnationalist Orbán ​gilt bei vielen Vertretern der politischen Rechten in den USA als Vorbild für eine harte Einwanderungspolitik und konservative ​Werte. Im April muss er um ⁠seine Wiederwahl kämpfen. In Umfragen ​liegt er derzeit ​zurück.

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Rubios Reise in die beiden Länder folgt auf seine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz. Dort hatte er am Samstag eine Rede gehalten, die ‌bei vielen Europäern auf ein verhaltenes Echo gestoßen war. ​Trumps Chefdiplomat warb ‌zwar einerseits für Einigkeit. Zugleich hielt er jedoch nach einem für die transatlantischen Beziehungen schwierigen Jahr an der Kritik der US-Regierung an Europa fest.

mgr/Reuters