Nigerianern wird künftig der Zutritt in die USA erschwert. US-Außenminister Marco Rubio kündigte an, jenen Menschen aus Nigeria Visa zu verweigern, die für Gewalt gegen Christen in dem westafrikanischen Land verantwortlich sein sollen. Die Einschränkungen bei der Visa-Vergabe seien die Antwort auf die »Massentötungen« und andere Gewalt gegen Christen durch »radikale islamische Terroristen«, Milizen der muslimischen Volksgruppe der Fulani und andere gewalttätige Gruppen in Nigeria, erklärte Rubio am Mittwoch in Washington.
Nigerianische Delegation reiste nach Washington
Nach seinen Angaben wird die Visa-Vergabe an Nigerianer eingestellt, die Verletzungen der religiösen Freiheit »gesteuert, genehmigt, in bedeutsamer Weise unterstützt, daran teilgenommen oder ausgeführt haben«.
US-Präsident Donald Trump hatte Nigeria Anfang November sogar mit einem US-Militäreinsatz gedroht, falls die dortige Regierung nicht gegen das »Töten von Christen« durch »islamistische Terroristen« vorgehe. Nach eigenen Angaben wies Trump damals das inzwischen als Kriegs- und nicht mehr als Verteidigungsministerium bezeichnete Pentagon an, einen möglichen Militäreinsatz in Nigeria vorzubereiten.
Seit diesen Drohungen haben US-Regierungsvertreter jedoch Maßnahmen wie die Kooperation mit Nigeria im Sicherheitsbereich und gezielte Sanktionen gegen einzelne Verantwortliche in den Vordergrund gestellt, um auf die angeprangerte Verfolgung von Christen zu reagieren. Eine hochrangige nigerianische Delegation reiste kürzlich nach Washington und bekundete die Bereitschaft des Landes, die Sicherheitskooperation mit den USA zu »vertiefen«.
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Nigeria wird von zahlreichen Konflikten zwischen verschiedenen Ethnien und Bevölkerungsgruppen erschüttert, denen Christen wie Muslime gleichermaßen zum Opfer fallen. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist in einen mehrheitlich muslimischen Norden und einen weitgehend christlichen Süden geteilt.

