US-Außenminister Marco Rubio sollte eigentlich wenig Zeit für Hobbys haben. Allein seit Jahresbeginn hielt ihn sein Chef, US-Präsident Donald Trump, mit allerhand außenpolitischer Krisen auf Trab – vom Militäreinsatz in Venezuela über Gelüste nach Grönland bis zum seit Wochen andauernden Krieg mit Iran. Zusätzlich übertrug ihm Trump neben dem Außenamt derzeit kommissarisch auch noch das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters und die Leitung des Nationalarchivs. Der Chefdiplomat des Weißen Hauses hat viel zu tun, die »New York Times« nennt Rubio mittlerweile den »Secretary of Everything«, Minister für alles.
Nun kommt noch ein neues – inoffizielles – Amt hinzu: Secretary of Party.
Außenminister am Mischpult
Ein Video zeigt Rubio beim Auflegen als Hochzeits-DJ. Geheiratet hat ein Verwandter von Dan Scavino, dem stellvertretenden Stabschef im Weißen Haus. Scavino selbst lud die Szene auf X hoch, in der Rubio an den Platten zu sehen ist. Der Außenminister lässt sich erst vom mutmaßlich eigentlichen DJ kurz einweisen, lauscht mit Kopfhörern, während Partygäste ausgelassen tanzen. Dann übernimmt er selbst das Mischpult.
»Gerade eben, hinter den Kulissen«, twittert Scavino dazu. »Unser großartiger Außenminister ist auch Hochzeits-DJ!«
MOMENTS AGO, BEHIND THE SCENES—Our Great Secretary of State @MarcoRubio DJ’s weddings too! Here he is in action tonight at a family wedding…
— Dan Scavino Jr.🇺🇸🦅 (@DanScavino) May 3, 2026
Let’s goooooo!!!🎶🎼🎵 pic.twitter.com/P8o79iwmZG
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Im Netz kursieren bereits seit Monaten Memes, die Rubios Mehrfachjobs zum Thema machen – oft anerkennend. Auch jetzt kommentieren Nutzerinnen und Nutzer, »selbstverständlich« könne er auch noch als DJ arbeiten.
Doch es gibt auch die Gegenseite. Ein Meme zeigt Rubio, wie er mit DJ-Outfit teilnahmslos einer Trump-Beratung beiwohnt. »Jetzt muss ich das auch noch machen«, steht in einer Gedankenblase über dem erschöpft dreinschauenden Politiker. »Trump hat einem Typen, der eigentlich DJ sein sollte, den Posten als US-Außenminister gegeben«, merkt ein anderer Nutzer an, »kein Wunder, dass er scheitert.«
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Ende Februar hatten die USA Iran angegriffen, das Regime wehrt sich und hat durch eine Blockade der Straße von Hormus die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise gestürzt. Mühsam wurde Anfang April eine Feuerpause ausgehandelt, seit Inkrafttreten kommen die Bemühungen Rubios zur Beendigung des Konflikts jedoch nicht voran.
