SpOn 27.02.2026
16:53 Uhr

Magersucht: Lily Collins findet es beängstigend, über ihre Essstörung zu sprechen - aber wichtig


Die Schauspielerin kämpfte lange mit Magersucht. Nun möchte Lily Collins mehr Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und lobt Hilfsorganisationen. Die Heilung sei aber nie ganz abgeschlossen.

Magersucht: Lily Collins findet es beängstigend, über ihre Essstörung zu sprechen - aber wichtig

»Niemand muss im Stillen oder in Scham leiden«, schreibt Lily Collins, 36, auf Instagram. Die Schauspielerin aus »Emily in Paris« hat sich zur »Eating Disorder Awareness Week« geäußert, einer Woche des Bewusstseins für Essstörungen. Sie selbst habe früher unter Magersucht gelitten.

»Über meine Essstörungsgeschichte zu sprechen und mich zu öffnen, war und ist eine der furchterregendsten, aber auch lohnenswertesten Erfahrungen meines Lebens«, heißt es in dem Beitrag.

Collins hatte bereits nach ihrer Rolle im Film »To the Bone« offen über ihren Kampf gegen die Essstörung gesprochen. In dem Drama von 2017 spielt sie die anorektische Ellen, eine junge Frau, die am Ende ihrer physischen und psychischen Kräfte ist.

Mit der Rolle habe sie ihre eigene Geschichte und die vieler anderer erzählen können, schreibt sie nun. Sie setzte sich für mehr Bewusstsein und Verständnis im Zusammenhang mit Essstörungen ein. »Wenn ich mit meiner Geschichte auch nur einer Person auf ihrem Weg zur Genesung helfen kann, hat es sich mehr als gelohnt.«

Collins betont auf Instagram, die Genesung verlaufe für jeden anders und sei »ein fortlaufender Prozess«. Dabei lobt sie auch die US-Organisation Neda, die sich für Aufklärung, Prävention und Unterstützung bei Essstörungen einsetzt. Neda leiste »lebensrettende Arbeit«, schreibt Collins.

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In ihrer Essaysammlung Unfiltered hatte Collins 2017 über ihre Vergangenheit geschrieben und erklärt, dass ihr Kampf mit Anorexie und Bulimie begann, als sich ihr Vater, der Sänger Phil Collins, von ihrer Stiefmutter trennte, als sie 16 Jahre alt war. In ihrer Model- und Schauspielkarriere habe sich alles um ihr Aussehen gedreht. »Essen war kein geselliges Vergnügen mehr, sondern eine lästige Pflicht und eine Strafe«, schreibt sie.

Heute werden Essstörungen in den sozialen Medien oft verharmlost. Aber schon Ende des 19. Jahrhunderts traten »Hungerkünstler« in Zirkuszelten, Theatersälen und sogar Restaurants auf. Wie der Magerwahn zur Mode wurde, lesen Sie hier .

esk