SpOn 05.12.2025
10:53 Uhr

Luana Lopes Lara: Ballerina wird mit Kalshi jüngste Selfmade-Milliardärin


In Salzburg stand Lopes Lara als Ballerina auf der Bühne, dann legte sie einen Karrierewechsel hin: Wetten auf Wahlen, Promi-Verlobungen und Naturkatastrophen machen sie erfolgreicher als Taylor Swift.

Luana Lopes Lara: Ballerina wird mit Kalshi jüngste Selfmade-Milliardärin

Auf das Level kommt nicht einmal Taylor Swift: Mit 29 Jahren ist Luana Lopes Lara die jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt. Vor ihr schaffte es keine Frau, in so jungen Jahren aus eigenen Mitteln so viel Vermögen aufzubauen. Die gebürtige Brasilianerin löst damit die 31-jährige Lucy Guo,  Mitgründerin von Scale AI, ab. Laut einem Bericht des Magazins »Forbes « stieg ihr Vermögen erstmals auf 1,3 Milliarden US-Dollar.

Lopes Lara und Tarek Mansour, ebenfalls 29, gründeten gemeinsam das Unternehmen Kalshi, eine Plattform, bei der man unter anderem auf Wahlergebnisse wetten kann. Innerhalb von sechs Jahren bauten sie ein Start-up-Unternehmen auf, das dem Bericht zufolge mehr als elf Milliarden US-Dollar wert ist.

Dabei hatte Lopes Lara früher ganz andere Pläne: Sie lernte an der renommierten Bolschoi-Theaterschule in Brasilien, der einzigen offiziellen Zweigstelle des Theaters in Moskau. Die Ausbildung sei hart gewesen, Ballettlehrer hätten ihr brennende Zigaretten an den Oberschenkel gehalten, um zu sehen, wie lange sie das Bein oben halten konnte, ohne sich zu verbrennen, heißt es im »Forbes«-Bericht. Später tanzte sie in Salzburg als professionelle Ballerina im »Schwanensee«.

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Doch sie wollte noch mehr, laut »Forbes« wollte Luana Lopes die nächste Steve Jobs werden. Sie hängte also die Spitzenschuhe an den Nagel und studierte Informatik am Massachusetts Institute of Technology. Dort lernte sie auch den Kalshi-Mitgründer Mansour kennen. Irgendwann entstand die Idee für ein Unternehmen im Bereich Prognosemärkte.

Auf Kalshi können Wetten auf zukünftige Ereignisse wie Wahlen, Sportspiele und Popkultur-Highlights abgeschlossen werden. Das Konzept dahinter nennt man Prediction Markets. Nutzerinnen und Nutzer kaufen und verkaufen Wettanteile und drücken damit ihre Einschätzungen aus. Die Preise der Anteile spiegeln live die Tendenzen wider. Dieses Geschäftsmodell ist lukrativ, aber in Deutschland illegal.

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»Direkt nach dem Studium gingen wir ein wahnsinniges Risiko ein«, erzählt Luana Lopes »Forbes«. »Zwei Jahre lang hatten wir kein einziges Produkt auf den Markt gebracht, nichts wurde veröffentlicht.« Aber die beiden Gründer hatten Erfolg: Laut Unternehmensangaben belief sich das Handelsvolumen von Kalshi im November auf 5,8 Milliarden US-Dollar – Konkurrent Polymarket erreichte im gleichen Zeitraum ein Volumen von »nur« 4,3 Milliarden US-Dollar.

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Die Jungunternehmer mussten zunächst für eine Genehmigung der US-Bundesbehörden kämpfen. In Deutschland sind die sogenannten Prognosemärkte aber verboten, da sie unter das Glücksspielgesetz fallen. Mehr dazu lesen Sie hier.

esk