SpOn 08.02.2026
07:25 Uhr

Loïc Voisot und Benjamin Humblot: Zwei Franzosen laufen von Annecy nach Shanghai


12.850 Kilometer, 16 Länder, 518 Tage: Zwei junge Franzosen haben sich ihren Rucksack und die Stiefel geschnappt und sind von Annecy nach China gewandert. Einfach so, aus Bock. Glückwunsch!

Loïc Voisot und Benjamin Humblot: Zwei Franzosen laufen von Annecy nach Shanghai

Es war eine unglaubliche Reise, und die beiden Akteure sehen das auch so: »Wir können es kaum glauben, dass es wahr ist, dass wir das alles zu Fuß geschafft haben, dass wir endlich da sind«, sagte der Franzose Loïc Voisot der Nachrichtenagentur AFP.

Der 26-Jährige ist mit seinem Freund Benjamin Humblot, 27, in fast eineinhalb Jahren zu Fuß von ihrem Heimatland nach Shanghai gewandert. Im September 2024 waren sie in ihrer Heimatstadt Annecy im Südosten Frankreichs aufgebrochen, jetzt haben sie am Samstag das Stadtzentrum der chinesischen Wirtschaftsmetropole erreicht.

Da sind Humblot und Voisot beim Aufbruch zu ihrer letzten Etappe – nach anderthalb Jahren Reise

Da sind Humblot und Voisot beim Aufbruch zu ihrer letzten Etappe – nach anderthalb Jahren Reise

Foto: Jade Gao / AFP

Mit der Aktion wollten sich die beiden Freunde den Traum einer Reise nach China erfüllen, aber ohne zu fliegen und damit dem Klima zu schaden. Sie liefen rund 12.850 Kilometer und durchquerten 16 Länder. Insgesamt waren sie 518 Tage unterwegs. Jeden Tag gingen sie rund 45 Kilometer zu Fuß, abgesehen von einer kurzen Wegstrecke in Russland, die sie aus Sicherheits- und praktischen Gründen mit dem Bus zurücklegten.

Fans nahmen sie in Empfang

Am Ziel, der berühmten Uferpromenade The Bund in Shanghai, wurden Voisot und Humblot von begeisterten Fans im Empfang genommen, die ihr Abenteuer in Onlinenetzwerken verfolgt hatten. Als die beiden Franzosen ihre Wanderung offiziell für beendet erklärten, brachen die Fans in Jubel aus.

»Wir sind vor allem stolz darauf, dass wir es gewagt haben«, sagte Voisot. »Wir waren uns nicht sicher, ob wir es schaffen würden, aber wir wollten es versuchen.« Das ist wahrscheinlich genau die Einstellung, die man für ein solches Unterfangen braucht. Ein Wagnis, aber einfach mal gucken, was geht.

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Auf die Idee waren die beiden Schulfreunde eines Abends in Paris gekommen: Sie fragten sich, was sie tun würden, »wenn wir tun könnten, was immer wir wollen«. Beide waren sich schnell einig, dass sie nach China wollten. »Dann hatten wir die etwas verrückte Idee, zu Fuß zu gehen«, berichtete Humblot. »Wir versuchen, nicht mit dem Flugzeug zu reisen. Das ist uns ganz gut gelungen.« Finanziert haben sie ihr Abenteuer über Crowdfunding und Sponsoren.

Jetzt hoffen wir mit allen Leserinnen und Lesern auf mehr Details. Zwischen Annecy und Shanghai liegen auf der Landkarte bekanntlich ein paar Länder, die das Auswärtige Amt bestimmt nicht als Reiseziel empfehlen würde. Und schafft man das eigentlich mit einem Paar Stiefel? Es bleiben Fragen, bitte weiter berichten!

oka/AFP