SpOn 25.11.2025
15:32 Uhr

Louvre in Paris: Offenbar vierter mutmaßlicher Einbrecher festgenommen


Der Polizei in Frankreich ist Berichten zufolge ein Ermittlungserfolg gelungen: Eine Spezialeinheit soll den letzten flüchtigen Kronjuwelendieb gestellt haben – und drei weitere Verdächtige.

Louvre in Paris: Offenbar vierter mutmaßlicher Einbrecher festgenommen

Französische Ermittler haben Berichten zufolge einen vierten und letzten Verdächtigen festgenommen, der am 19. Oktober in den Pariser Louvre eingestiegen sein soll. Der spektakuläre Kronjuwelendiebstahl hatte international Schlagzeilen gemacht.

»Le Parisien«  und RTL France  berichten unter Berufung auf die Ermittler, eine Spezialeinheit der französischen Kriminalpolizei habe einen Mann aus Aubervilliers im Norden von Paris festgenommen. Die Ermittler werfen dem Mann den Berichten zufolge »organisierten Raub« und eine »kriminelle Verschwörung« vor. Er stehe vermutlich in Verbindung zu drei weiteren Männern, die im Zusammenhang mit dem Kronjuwelendiebstahl bereits festgenommen wurden. Bei den vier Männern soll es sich den Berichten zufolge um die vierköpfige Gruppe handeln, die am 19. Oktober die Juwelen aus dem Louvre gestohlen hatte.

Die Ermittler haben sich bislang nicht offiziell dazu geäußert, ob es sich bei dem Mann um den gesuchten vierten Einbrecher handelt. Die Staatsanwaltschaft meldete jedoch, dass am Dienstag vier Personen im Zusammenhang mit dem Diebstahl festgenommen worden seien. Es handele sich um zwei Männer im Alter von 38 und 39 Jahren und zwei Frauen im Alter von 31 und 40 Jahren. Was ihnen konkret vorgeworfen wird, ist nicht bekannt.

Per Hebebühne ins Museum

Der Diebstahl am 19. Oktober hatte international Schlagzeilen gemacht. Die Maskierten hatten einen mit einer Hebebühne ausgestatteten Lkw neben dem Museum geparkt . Während zwei der Täter auf Motorrollern an der Straße warteten, gelangten die anderen beiden mit der Hebebühne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster in das Museum.

Die Diebe flohen auf den Motorrollern mit acht kostbaren Schmuckstücken früherer Königinnen und Kaiserinnen, darunter waren mit Edelsteinen übersäte Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen. Die mit Smaragden und Hunderten Diamanten verzierte Krone der Kaiserin Eugénie (1826–1920) gehörte ebenfalls zur Beute, wurde allerdings später in der Nähe des Louvre beschädigt gefunden. Offenbar hatten die Täter sie bei der Flucht verloren.

Staatsanwältin Beccuau hatte im Zuge der Ermittlungen gesagt, die Ermittler würden nicht ausschließen, dass neben den vier mutmaßlichen Dieben eine deutlich größere Gruppe an der Tat beteiligt war. Zuletzt hatten die Ermittler mehrere Festnahmen gemeldet.

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Offen ist, wo die gestohlenen Juwelen im geschätzten Wert von 88 Millionen Euro geblieben sind. Experten befürchten, dass Komplizen der Diebe die Diamanten und Edelsteine aus den Schmuckstücken gelöst haben könnten, um sie einzeln zu verkaufen.

Was im vernichtenden Untersuchungsbericht zum Louvre-Einbruch steht, lesen Sie hier. 

ptz