SpOn 08.12.2025
01:50 Uhr

London Heathrow: Kofferraub am Flughafen endet mit 21 Verletzten und Verkehrschaos


Offenbar hatten es die Täter gezielt auf das Gepäck einer Frau abgesehen: Bei einem Überfall sind am Flughafen London Heathrow zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Rettungseinsatz hatte Auswirkungen auf andere Reisende.

London Heathrow: Kofferraub am Flughafen endet mit 21 Verletzten und Verkehrschaos

Bei einem Angriff mit Pfefferspray am Londoner Flughafen Heathrow sind 21 Menschen verletzt worden. Der Vorfall sorgte am Sonntag zudem für ein Verkehrschaos rund um das wichtigste europäische Luftverkehrsdrehkreuz.

Laut Zeugenaussagen und Aufnahmen aus Überwachungskameras hätten vier Männer im Fahrstuhl eines Flughafen-Parkhauses einer Frau den Koffer geraubt und dabei Pfefferspray versprüht, sagte Polizeisprecher Peter Stevens.

Durch das Spray seien in dem Fahrstuhl und davor 21 Menschen verletzt worden, darunter eine Dreijährige. Fünf Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden, die Verletzungen sind aber laut britischen Medien nicht schwer oder mit bleibenden Folgen verbunden. Ein 31-Jähriger wurde wegen des Verdachts der Körperverletzung festgenommen.

Die unmittelbar Beteiligten hätten sich anscheinend gekannt, sagte Stevens. Der genaue Hintergrund sei noch unklar, es handele sich aber offenbar um einen »isolierten Vorfall«. Es sei davon auszugehen, dass sich Opfer und Täter kannten und der Koffer gezielt geraubt wurde, so die Ermittler. Nach drei Männern, die vom Tatort weggerannt seien, wird derzeit noch gesucht.

Parkhaus durchsucht, Flugverkehr nicht betroffen

Sanitäter kümmerten sich vor Ort um 21 Verletzte, fünf von ihnen mussten ins Krankenhaus. Der Vorfall und der damit verbundene Einsatz von Polizei und Rettungskräften führten zu einem Verkehrschaos rund um den passagierreichsten Flughafen Europas. So wurde laut Zeugen das komplette Parkhaus mit allen darin befindlichen Autos durchsucht.

»Wir haben anderthalb Stunden im Verkehr festgesteckt«, sagte Jayesh Patel, der mit seiner Familie eigentlich einen Flug nach Indien nehmen wollte. »Wir sind zum Abfluggate gerannt, haben den Check-in um drei Minuten verpasst und wurden abgewiesen«, berichtete er. »Jetzt müssen wir 160 Kilometer zurück nach Hause fahren.« Der Flugverkehr selbst war laut »Guardian« aber nicht betroffen. 

jok/AFP