SpOn 21.01.2026
17:27 Uhr

London: Prinz Harry greift Yellow Press vor Gericht an


In London hat Prinz Harry im Prozess gegen den Verlag Associated Newspapers Limited ausgesagt. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die britische »yellow press« im Ganzen und rügt illegale Recherchemethoden.

London: Prinz Harry greift Yellow Press vor Gericht an

Der britische Prinz Harry hat Boulevardmedien vorgeworfen, das Leben seiner Frau Meghan »zur Qual« gemacht zu haben. Das Vorgehen der von ihm verklagten Zeitungen sei »schrecklich« gewesen, sagte der 41-Jährige vor dem High Court in London. Der jüngere Sohn von König Charles III. zeigte sich bei seiner Aussage vor dem High Court sehr bewegt und war offensichtlich den Tränen nahe.

Der Prozess richtet sich gegen Associated Newspapers Limited, Herausgeber der britischen Boulevardblätter »Daily Mail« und »Mail on Sunday«. Dem Verlag wird illegale Informationsbeschaffung vorgeworfen. Zu den Klägern gehören neben Prinz Harry auch Popstar Elton John und dessen Ehemann David Furnish sowie die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley und Sadie Frost.

In einer Erklärung vor seiner Aussage betonte der Prinz, dass es ihm mit seiner Klage um »Wahrheit und Gerechtigkeit« gehe – und er nicht nur für sich selbst streite. »Diese Klage hat natürlich auch eine persönliche Komponente, motiviert durch Wahrheit und Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit, aber es geht nicht nur um mich«, erklärte er. »Es gibt auch eine soziale Komponente, die all die Tausenden von Menschen betrifft, deren Leben aufgrund von Gier zerstört wurde.«

Mehr zum Thema

Prinz Harry und die anderen Kläger werfen dem Verlag ANL unter anderem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. Associated Newspapers Limited weist die Vorwürfe zurück.

Worum es in dem Prozess geht und warum der Fall ungute Erinnerungen weckt, lesen Sie hier.

jml/AFP