Verdächtiger Schmorgeruch, Rauch und eine ausgelöste Brandmeldeanlage führten vergangenen Freitag zur Evakuierung eines Zuges mit rund 220 Fahrgästen im Landkreis Lindau am Bodensee. Nun ist die Ursache für den verdächtigen Geruch geklärt worden: Der Schwelbrand eines defekten Händetrockners in einer Toilette löste den starken Rauch aus, wie die Bundespolizei mitteilte.
Der Eurocity-Express 197 war vergangenen Freitag von Lindau in Richtung München unterwegs, als es zu dem Vorfall kam. Am Bahnhof Hergatz wurde der Zug außerplanmäßig angehalten und evakuiert. Nach Polizeiangaben rückte ein Großaufgebot der Feuerwehr aus fünf Ortschaften an. Die Feuerwehrleute prüften den Geruch, stellten in der Toilette aber keine Wärmeentwicklung mehr fest.
Der Zug wurde nach Angaben der Bundespolizei nicht mehr eingesetzt und fuhr zurück zum Bahnhof in Lindau. Die Fahrgäste reisten deshalb mit Schienenersatzverkehr und anderen Zügen weiter. Die Strecke war für knapp zwei Stunden gesperrt. Laut Bundespolizei gab es bei fünf Zügen insgesamt 212 Minuten Verspätung sowie acht Teilausfälle.
