Zehn Mitglieder der Klimabewegung Letzte Generation, die im vergangenen Jahr den Flugbetrieb am Hamburger Flughafen blockiert hatten, müssen der Lufthansa-Gruppe Schadensersatz zahlen. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 403.137,68 Euro. So hat das Landgericht Hamburg in der vergangenen Woche entschieden, wie eine Pressesprecherin des Gerichts mitteilte. Zuerst hatte »Bild « berichtet.
Falls die Aktivisten nicht zahlen, droht ihnen eine Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren. Zudem müssen sie die Verfahrenskosten des Zivilprozesses tragen, dessen Streitwert auf 700.000 Euro festgesetzt wurde.
Am Flughafen festgeklebt
Die Aktivisten waren am 13. Juli 2023 in den Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens eingedrungen und hatten sich in unmittelbarer Nähe der Start- und Landebahnen festgeklebt. Der Flughafen stellte daraufhin den Betrieb für mehrere Stunden vollständig ein.
57 Flüge der Lufthansa-Gruppe, zu der unter anderem Eurowings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines gehören, mussten gestrichen werden, wodurch rund 8500 Passagiere betroffen waren. Die Lufthansa-Gruppe hatte über ihre Tochter Eurowings, stellvertretend für die Konzern-Airlines, geklagt.
Der Protest sorgte mitten in der Ferienzeit für erhebliche Störungen. Während der Aktion kam der Flugverkehr in Hamburg fast vier Stunden lang komplett zum Erliegen. Auch der Flughafen Düsseldorf war zeitgleich von Aktionen betroffen.
