SpOn 29.12.2025
19:52 Uhr

Lettland stellt Zaun an der Grenze zu Russland fertig


»Halt! Staatsgrenze«: In drei Sprachen warnt Lettland an der Grenze zu Russland vor deren Überschreiten. Ein Zaun sorgt zusätzlich für geografische Klarheit. Ziel: der »modernste Grenzschutz« im Osten der EU.

Lettland stellt Zaun an der Grenze zu Russland fertig

Lettland hat seine Ostgrenze zu Russland dauerhaft mit einem Zaun befestigt. Nach Angaben der staatlichen Immobilienverwaltung wurden die letzten fertiggestellten Abschnitte nun offiziell übergeben.

Ein veröffentlichtes Video zeigte, wie das Ganze aussieht: Neben einem mit Stacheldraht verstärkten Schutzzaun verlaufen Patrouillenwege, außerdem sind Aussichtspunkte zu sehen. Mit der Neuinstallation gebe es auf einer Länge von rund 280 Kilometern eine durchgehende Barriere, teilte die Behörde des baltischen EU- und Nato-Landes in Riga mit.

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Innenminister Rihards Kozlovskis sprach unter Verweis auch auf den bereits im Sommer 2024 fertiggestellten Zaun entlang der lettisch-belarussischen Grenze von einem »bedeutenden Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung Lettlands und unseres Landes«.

Lettland plant »modernsten Grenzschutz an der Ostgrenze der EU«

Bis Ende 2026 sollen weitere Grenzinfrastruktur sowie moderne Überwachungssysteme entlang der Grenze zu beiden Nachbarstaaten errichtet werden. »Unser oberstes Ziel ist es, den modernsten Grenzschutz an der Ostgrenze der EU zu schaffen«, wurde Kozlovskis in der Mitteilung zitiert.

Bauarbeiter stehen am Grenzzaun an der lettisch-russischen Grenze

Bauarbeiter stehen am Grenzzaun an der lettisch-russischen Grenze

Foto: Alexander Welscher / dpa

Lettland hatte vor mehreren Jahren damit begonnen, seine Landgrenzen zu Russland und Belarus mit einem Zaun zu sichern. Ein Grund dafür ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der von der Regierung in Riga als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen wird. Deswegen will Lettland – wie Estland und Litauen – seine Grenzen zu Russland und Belarus auch mit Panzersperren und Betonblöcken gegen mögliche Angriffe schützen.

Derweil üben im litauischen Wald ganz normale Bürger bereits für eine russische Invasion: mit Kadavern, Drohnen und scharfer Munition. Einem SPIEGEL-Reporter haben sie erzählt, warum sie den Feind im Osten so fürchten. Die ganze Geschichte lesen Sie hier: Was passiert, wenn Russland angreift? 

mkh/dpa