Wegen eines Drogenschmuggels, der tödlich endete, ist eine 24 Jahre alte Frau in Leipzig zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Vor dem Landgericht hatte sie gestanden, Anfang dieses Jahres drei Kugeln Methamphetamin im Mund in die Justizvollzugsanstalt Leipzig geschmuggelt zu haben. Das Rauschgift war für ihren Partner bestimmt, der dort inhaftiert war.
Bei einem Kuss tauschten beide die Drogen aus. Der 23-jährige Mann schluckte die mit Folie umwickelten Päckchen. Offenbar öffnete sich eines davon in seinem Magen – und der Häftling nahm eine tödliche Dosis des Betäubungsmittels auf. Nachdem seine Freundin gegangen war, verschlechterte sich sein Zustand zunehmend. Einen Tag später starb er an einer Überdosis. Die zwei übrigen Kugeln wurden später unversehrt in seinem Magen gefunden.
Die Frau legte nach Angaben des Gerichts ein umfassendes Geständnis ab. Sie wurde wegen der Verursachung des Todes eines anderen durch vorsätzliche Abgabe von Betäubungsmitteln verurteilt. Der Verstorbene war der Vater ihrer drei Kinder und saß wegen Drogendelikten in Haft.
