Die Liste ist lang: Auf rund 20 Seiten zählt das Hessische Kultusministerium auf, an welchen Schulen die Schulleitung unvollständig besetzt ist. 14 Prozent der Schulen in Hessen sind demnach betroffen. An 253 Schulen sind die Stellen der Schulleitungen und deren Stellvertreter im aktuellen Schuljahr nicht besetzt – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Zuerst berichtete Table.Bildung .
Von den 253 Stellen seien 47 schon vor einem Jahr unbesetzt gewesen. Spitzenreiter sei eine Grundschule in Wetzlar, die seit mehr als sieben Jahren ohne vollständiges Leitungsteam auskommen müsse, heißt es in dem Bericht. Die Zahlen wurden zum Stichtag 31. Oktober 2025 erfasst. Das Kultusministerium versicherte, in Fällen, in denen eine vorübergehende Vakanz nicht vermieden werden könne, werde »der schulische Betrieb durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt«.
Sei der Posten der Schulleitung nicht besetzt, werde – je nach Art der zu besetzenden Stelle – etwa die stellvertretende Schulleitung oder auch die Leiterin beziehungsweise der Leiter einer benachbarten Schule vorübergehend mit den Aufgaben betraut, heißt es aus dem Ministerium. Hinsichtlich der seit Schuljahresbeginn vakanten Stellen gehe man davon aus, »dass zahlreiche Vakanzen zeitnah im laufenden Schuljahr besetzt werden«.
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Nicht nur Hessen hat ein Problem damit, Schulleitungen zu finden. Bundesweit waren im vergangenen Sommer knapp 1300 Schulleiterstellen vakant, wie Recherchen des Redaktionsnetzwerks Deutschland zeigten.
Warum die Arbeitsbedingungen abschreckend wirken könnten, und was Menschen motiviert, sich trotzdem auf die Aufgabe einzulassen, lesen Sie hier.
