Aufgepasst beim Skifahren!
Bei dieser Gruppe in den italienischen Alpen geht die Begegnung mit den Ausläufern einer Lawine glimpflich aus. Aber das darf nicht über die tödliche Gefahr der Schneemassen hinwegtäuschen.
Denn alleine seit Sonntag kamen in den Alpen elf Menschen wegen Lawinen ums Leben. In Tirol wurde mittlerweile die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. An einem Tag wurden dort mehr als 30 Lawinen an einem Tag gezählt.
In Frankreich sind seit Saisonbeginn bereits 28 Menschen ums Leben gekommen. Dieser Skifahrer erlebt selbst, wie schnell eine Lawine starten kann.
Auch wenn in niedrigen Lagen durch die Klimakrise weniger Schnee fällt, werden gerade in hohen Lagen die Lawinen immer unberechenbarer.
Thomas Feistl ist Leiter der Lawinenwarnzentrale Bayern und hat wichtige Tipps für Skifahrer:
Thomas Feistl, Leiter Lawinenwarnzentrale:
»Wenn man sich nicht sicher ist in einem Hang oder wenn man nicht genau weiß, wie die Situation ist, dann würde ich immer empfehlen, sich zurückzuhalten und umzukehren. (…) Prinzipiell sind alle Hänge über 30 Grad, die schneebedeckt sind, gefährlich. Da können Lawinen abgehen.«
Feistl selber hat schon mal einen Lawinenabgang erlebt. Nur durch Glück, wie er betont, sei dabei nichts passiert.
Thomas Feistl, Leiter Lawinenwarnzentrale:
»In der Regel macht die Lawine mit einem, was sie will und man ist der schutzlos ausgeliefert. Also es ist eine Art Kontrollverlust und da kann man eigentlich nichts mehr tun, als zu hoffen, dass einen die Kollegen oder die Bergwacht wieder rausholt rechtzeitig, weil viel Zeit hat man nicht, wenn man verschüttet ist.«
Die Gefahr sei dann, zu ersticken. Um das Lawinenrisiko zu verringern, werden in vielen Skigebieten gezielt Schneebretter gesprengt.
Thomas Feistl, Leiter Lawinenwarnzentrale:
»Dieses Kabel, das ist eine Sprengbahn. Da werden Sprengsätze rübergefahren in den Hang da drüben, der ist lawinengefährdet, da wird dann gesprengt, dann gehen die Lawinen ab, und wenn sie abgegangen sind, dann kann man danach die Piste wieder öffnen.«
Wer risikoreich unterwegs sein will, sollte sich gut vorbereiten: Smartphone und, Helm müssen dabei sein. Und zusätzlich zu Schaufel und Suchsonde auch dieser kleine Lebensretter: Das Lawinenverschüttetensuchgerät:
Thomas Feistl, Leiter Lawinenwarnzentrale:
»Weil ohne so ein Gerät hat man keine Chance, gefunden zu werden in einer Lawine. Und man kann niemanden suchen.«