SpOn 01.12.2025
16:56 Uhr

Langlauf-Rüpel Alexander Bolschunow fährt im Ziel seinen Teamkameraden um


Das Halbfinale eines Langlaufsprints in Russland wurde derart körperlich, dass Olympiasieger Alexander Bolschunow stürzte und ausschied. Im Ziel brannten ihm deshalb die Sicherungen durch.

Langlauf-Rüpel Alexander Bolschunow fährt im Ziel seinen Teamkameraden um

Russlands Langlaufstar Alexander Bolshunow ist bekannt dafür, eine kurze Lunte zu haben. Das bekam nun sein Teamkollege Alexander Bakurow zu spüren: Nachdem sich die beiden Männer bei einem Rennen in die Quere gekommen waren, rastete Bolschunow im Zielbereich aus und stieß Bakurow um. Letzterer verletzte sich dabei offenbar so schwer, dass er mehrere Wochen Trainingspause verordnet bekommen hat.

Der Vorfall ereignete sich nach einem Sprint-Halbfinale auf der ersten Etappe des Russland Cups in Kirowsk im Nordwesten des Landes. Auf TV-Bildern ist zu sehen, wie Bolschunow und Bakurow sich bei einer Kurvendurchfahrt verhaken und Bolschunow dadurch zu Fall kommt.

Der 28-Jährige fiel nach dem Sturz auf den sechsten Platz zurück und verpasste den Einzug ins Finale. Auch Bakurow schied aus; er war nach der Hakelei als Vierter ins Ziel gekommen.

Bolschunow verpasst Bakurow einen Bodycheck

Dort brannten Bolschunow die Sicherungen durch: Er fuhr auf Bakurow, der sich über eine Absperrbande gelehnt hatte, zu und verpasste ihm einen so heftigen Bodycheck, dass Bakurow mitsamt der Bande nach vorn stürzte.

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Medienberichten zufolge muss Bakurow nun mindestens zwei Wochen pausieren. Gegenüber dem Sender Match TV zeterte er: »Das muss definitiv aufhören. So ein Verhalten ist nicht akzeptabel.« Er erwarte nicht, dass Bolschunow sich entschuldige, so Bakurow weiter. Aber ohnehin würde eine Entschuldigung »die Sache nicht ändern«, sagte der 22-Jährige. Eine offizielle Beschwerde gegen Bolschunow wolle er nicht einlegen. Dies raube nur seine Energie, so Bakurow.

Bolschunow rechtfertigte seine Attacke mit überkochenden Emotionen. Er wolle einen fairen Kampf auf der Strecke, »aber mir gefiel Bakurows Verhalten nicht«, sagte er. Der Verband sperrte den dreimaligen Olympiasieger für ein Rennen.

Bolschunow tickte schon öfter aus

Bolschunow und Bakurow dürfen derzeit nicht im internationalen Weltcup der Langläufer antreten, da Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus weiter von der Teilnahme an internationalen Wettbewerben ausgeschlossen sind. Die Fis hatte diese Entscheidung, die auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine beruht, erst im September erneuert.

Es ist indes nicht das erste Mal, dass Bolschunow die Nerven verliert: 2021 schlug er, nachdem er im Zielsprint des Staffelrennens in Lahti mit dem Finnen Joni Mäki aneinandergeraten war, ein Luftloch in dessen Richtung und fuhr ihn im Zielbereich krachend um.

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Ebenfalls 2021 verlor er einen Schlusssprint gegen den Norweger Johannes Kläbo, der später jedoch disqualifiziert wurde. Bolschunow rastete nach dem Zieleinlauf ob seiner Niederlage dennoch aus und schlug ebenfalls ein Luftloch.

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Hierzulande ist beim Langlauf derzeit Victoria Carl die Beste ihrer Disziplin. Trotzdem fährt sie im nächsten Jahr aller Voraussicht nach nicht zu den Olympischen Winterspielen in Italien. Wieso, das lesen Sie hier.

mkh