SpOn 29.01.2026
20:20 Uhr

Kyjiw: Vitali Klitschko spricht von mehr als 450 Wohnblöcken ohne Heizung


Die Folgen von Putins Terrorangriffen sind allgegenwärtig: Trotz erster Erfolge der Helfer sind immer noch Tausende Menschen in der ukrainischen Hauptstadt ohne Wärme. Die EU-Kommission kündigt weitere Hilfsgelder an.

Kyjiw: Vitali Klitschko spricht von mehr als 450 Wohnblöcken ohne Heizung

Auch wenn die Helfer vorankommen – in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko weiterhin mehr als 450 Wohnblöcke ohne Fernwärme. Im besonders betroffenen Stadtteil Trojeschtschyna seien am Morgen 100 Häuser wieder an die Wärmeversorgung angeschlossen worden, teilte Klitschko auf Telegram mit. Dennoch befänden sich weiter die meisten der ungeheizten Häuser in diesem nordöstlichen Stadtbezirk.

Russland hat zu Jahresbeginn seine Attacken aus der Luft auf Kyjiw noch einmal verstärkt . Großangriffe gab es am 9. und 13. Januar. Nach erneutem Beschuss der Heizkraftwerke am Samstag waren etwa 6000 Wohnblöcke und damit gut die Hälfte der Millionenstadt bei teils zweistelligen Minusgraden ohne Fernheizung. Der Stromversorger musste zu Notabschaltungen greifen. Erst am Donnerstagmorgen wurden wieder planmäßige Stromsperren eingeführt, wodurch viele Bewohner zumindest wieder fünf bis acht Stunden Elektrizität täglich haben.

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Nach zwei Tagen mit leicht über null Grad werden für das Wochenende wieder starke Fröste mit teils unter minus 20 Grad in der Nacht erwartet. Klitschko hatte die Einwohner bereits aufgefordert, wenn möglich, Kyjiw zumindest für kurze Zeit zu verlassen.

EU-Kommission kündigt Geld für humanitäre Hilfe an

Unterdessen kündigte die EU-Kommission an, 145 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Sie sollen einer Mitteilung zufolge unter anderem Schutz, Unterkünfte, Nahrungsmittel sowie Zugang zu Wasser und Gesundheitsdiensten ermöglichen. Weitere acht Millionen Euro sind demnach für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in Moldau bestimmt.

Zudem liefert die EU angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine 500 weitere Notstromgeneratoren. Vergangenen Freitag hatte sie bereits 447 dieser Notstromsysteme auf den Weg gebracht.

sol/dpa