SpOn 06.12.2025
03:49 Uhr

Krieg in der Ukraine: Steve Witkoff sieht Russland für mögliches Friedensabkommen in der Pflicht


In Florida diskutieren Vertreter der USA und der Ukraine über ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs. Echte Fortschritte würden von einem »ernsthaften Engagement« des Kreml abhängen, erklärte jetzt Steve Witkoff.

Krieg in der Ukraine: Steve Witkoff sieht Russland für mögliches Friedensabkommen in der Pflicht

Die USA und die Ukraine sind sich nach US-Angaben einig, dass ein Ende des Ukrainekriegs von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt. »Echte Fortschritte hin zu einer Einigung« beruhten darauf, ob der Kreml »ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden« zeige, teilten der Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X und das US-Außenministerium nach einem Gespräch mit einer ukrainischen Delegation mit. Dazu zählten auch »Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Kampfhandlungen«. Die USA und die Ukraine wollen nach Angaben Witkoffs heute ihre Gespräche über den Friedensplan fortsetzen.

Seit zwei Tagen dauern die Gespräche im US-Bundesstaat Florida an – dabei hätten sich die Vertreter der Vereinigten Staaten und der Ukraine auf »Eckpunkte bei Sicherheitsvereinbarungen« und »notwendige Abschreckungsmittel zur Sicherung eines dauerhaften Friedens« geeinigt, hieß es weiter.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Details zu den Sicherheitsvereinbarungen wurden nicht genannt. Vermieden wurde auch das Wort Sicherheitsgarantien. Die Ukraine und ihre Verbündeten verlangen diese immer wieder, um einen möglichen Frieden dauerhaft abzusichern und künftige Aggressionen Russlands zu verhindern. Weiter hieß es, dass man in dem Gespräch Initiativen für den Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg sowie gemeinsame Wirtschaftsinitiativen geprüft habe.

Putin hält an seinen harten Forderungen fest

Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, hatten am Dienstag in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und die US-Vorschläge für ein Kriegsende vorgestellt. Am Donnerstag und Freitag erstatteten sie in Florida der ukrainischen Delegation – dazu zählen Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow – Bericht über dieses Treffen.

Die Ukraine, die von amerikanischer und europäischer Unterstützung abhängt, hat sich verhandlungsbereit erklärt. Auch Moskau gibt sich gesprächsbereit, Putin hält aber an seinen harten Forderungen fest. Er besteht auf Gebietsabtretungen der Ukraine und den Verzicht auf eine Nato-Mitgliedschaft. Seit fast vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen Angriffe Russlands.

Mehr zum Thema

Grundlage der derzeit stattfindenden Verhandlungen ist der vor fast drei Wochen von den USA vorgelegte Ukraineplan. Ein ursprünglicher Entwurf, der als sehr moskaufreundlich galt, war auf Drängen der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten in zentralen Punkten überarbeitet worden.

Dem ursprünglichen Plan zufolge sollte die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichten, ihre Streitkräfte verkleinern und den gesamten Donbass im Osten der Ukraine an Russland abgeben – auch Gebiete, die noch nicht von Russland besetzt sind. Über die überarbeitete Fassung des Plans wurde bislang wenig bekannt.

hen/dpa/AFP