US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben zwei iranische Öltanker im Golf von Oman angegriffen. Das teilte das US-Zentralkommando (Centcom) auf X mit . Die leeren Schiffe hätten die US-Blockade auf dem Weg zu einem iranischen Hafen durchbrechen wollen. US-Kampfjets hätten die Schiffe unter Beschuss genommen und sie außer Gefecht gesetzt.
Centcom veröffentlichte auch ein Video, das die beiden angegriffenen Schiffe zeigen soll. Darauf ist zu sehen, wie Rauch aus diesen aufsteigt.
Das US-Militär verwies darauf, dass es bereits am Mittwoch einen anderen unbeladenen Öltanker, der unter iranischer Flagge fuhr, außer Gefecht gesetzt habe. »Alle drei Schiffe sind nicht mehr auf dem Weg nach Iran«, hieß es. »Die US-Streitkräfte im Nahen Osten setzen sich weiterhin für die vollständige Durchsetzung der Blockade von Schiffen ein, die Iran anlaufen oder verlassen«, betonte der Centcom-Kommandeur, Admiral Brad Cooper. Aktuell hinderten US-Streitkräfte mehr als 70 Tanker daran, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen, teilte Centcom in einem weiteren Post mit .
Iranische Medien berichteten unterdessen von Feuergefechten in den Küstenregionen unweit der Straße von Hormus. »Feindliche Ziele« seien beschossen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, die Irans Revolutionswächtern nahesteht.
Der Vorfall ist eine weitere Eskalation der ohnehin brüchigen Waffenruhe: In der Nacht hatten die USA Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Iran hatte drei US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Beide Seiten widersprechen sich bei der Reihenfolge der jeweiligen Angriffe.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte unterdessen, die USA würden auf eine Reaktion des Regimes in Teheran auf den Vorschlag zur Beendigung des Krieges warten. »Wir erwarten heute irgendwann eine Antwort von ihnen«, sagte Rubio. »Die Hoffnung ist, dass es etwas ist, das uns in einen ernsthaften Verhandlungsprozess führen kann.«
Eine vertrauliche Geheimdiensteinschätzung kommt laut »Washington Post« zu dem Ergebnis, dass Iran deutlich besser dasteht als von Donald Trump behauptet. Damit wird deutlich, dass die US-Strategie ein grundlegendes Problem hat. Warum jetzt offenbar auch die CIA dem Präsidenten widerspricht, lesen Sie hier .
