Noch im Februar hatte Iran erstmals die neue ballistische Rakete »Chorramschahr‑4« in einer unterirdischen Anlage der Revolutionswächter stationiert.
Die neuen und leistungsstarken Raketen sollten ein wirksamer Bestandteil der Offensivdoktrin des Landes werden. Ihre Reichweite beträgt rund 2000 Kilometer, die Nutzlast mehr als eine Tonne Sprengstoff. Die Stationierung der neuen Raketen sollte die Fähigkeit zu massiven Erst- oder Vergeltungsschlägen demonstrieren.
Test einer »Chorramschahr«-Rakete
Foto: Iranian presidential office / UPI Photo / IMAGOFars meldete seinerzeit zudem die Einweihung einer neuen unterirdischen »Raketenstadt« in der Raumfahrtzentrale der Revolutionswächter. Genau auf die sehen es aktuell die Luftstreitkräfte der Israelis und die Marine der USA ab.
Wie das WSJ berichtet, hat die Allianz allein bis Mittwoch 86 Prozent der Raketenabschussrampen zerstört. Demnach befinden sich fast alle der Dutzenden Raketenbasen unter der Erde, Gebäude, Straßen und Eingänge sind jedoch oberirdisch gelegen. Das Pentagon und der israelische Militärgeheimdienst Aman haben die Stützpunkte wohl seit Jahren ausspioniert. Aktuell sollen sich die USA auf Basen im Süden Irans fokussieren, wohingegen israelische Kampfflugzeuge vor allem im Norden der Islamischen Republik zuschlagen.
Während Israel die iranischen Waffenbestände vernichtet, hat die Regierung von Premier Netanyahu die heimische Rüstungsindustrie angewiesen, die Produktion hochzufahren; das Verteidigungsministerium erklärte, das gelte sowohl für offensive als auch für defensive Waffensysteme. Zu den wichtigsten Raketenabwehrsystemen, deren Produktion beschleunigt werden solle, gehörten Arrow 3 und Barak MX von Israel Aerospace Industries sowie Schleuder Davids von Rafael.
Die Produktionssteigerung erfolge parallel zu Lieferverpflichtungen für ausländische Streitkräfte, von denen viele ihre Beschaffungen angesichts eines globalen Wettrüstens und wachsender geopolitischer Spannungen beschleunigten, schrieb das Blatt.

