SpOn 14.05.2026
08:46 Uhr

Kouri Richins: Lebenslänglich für US-Kinderbuchautorin nach Mord an Ehemann


Nach dem Tod ihres Mannes schrieb eine dreifache Mutter ein Kinderbuch über Trauerbewältigung. Im März wurde sie wegen Mordes verurteilt – sie hatte ihn mit Fentanyl vergiftet. Jetzt wurde das Strafmaß festgelegt.

Kouri Richins: Lebenslänglich für US-Kinderbuchautorin nach Mord an Ehemann

Eine dreifache Mutter ist für die Ermordung ihres Ehemanns im US-Bundesstaat Utah zu lebenslanger Haft verurteilt worden – nachdem sie ein Kinderbuch über Trauerbewältigung geschrieben hatte. Wie US-Medien berichteten, verhängte der Richter in dem aufsehenerregenden Prozess die Höchststrafe gegen Kouri Richins. Die 36-Jährige war im März schuldig befunden worden, ihrem Mann Eric Richins 2022 heimlich eine tödliche Dosis des synthetischen Opioids Fentanyl in Getränken verabreicht zu haben. Sie hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Erst 14 Monate nach dem Tod ihres Mannes wurde Kouri Richins verhaftet. Die Immobilienmaklerin, Mutter von drei Söhnen, hatte zwischenzeitlich ein Kinderbuch veröffentlicht, das vom Umgang mit dem Tod eines geliebten Menschen handelt. In dem Buch »Are You With Me?« trauert ein Junge seinem gestorbenen Vater nach, der nun wie ein Schutzengel über ihn wacht. Zum Zeitpunkt des Todes von Eric Richins waren die drei Söhne neun, sieben und fünf Jahre alt.

Kinder fordern lebenslange Haft für Mutter

Vor der Verkündung der lebenslänglichen Strafe wandte sich die Mutter in einer Ansprache an ihre Kinder, die laut CNN  selbst nicht im Gerichtssaal zugegen waren. Es sei eine »absolute Lüge«, dass sie ihren Mann getötet habe, sagte Kouri Richins. Auch Erklärungen der Söhne wurden verlesen. Alle drei brachten demnach zum Ausdruck, dass sie eine lebenslange Haftstrafe wünschten: »Du hast mir und meinen Brüdern alles genommen. Ich will, dass du niemals aus dem Gefängnis kommst, denn ich werde mich nicht sicher fühlen, wenn du wieder frei bist«, schrieb eines der Kinder.

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Mehr als 40 Zeugen wurden in dem Fall vernommen. Sie berichteten von angeblichen Problemen in der Ehe des Paars, über eine Affäre von Kouri Richins mit einem anderen Mann und Millionen Dollar Schulden – alles Faktoren, die Richins nach Ansicht der Staatsanwälte dazu motivierten, ihren Ehemann zu vergiften.

Die Anklage hatte als Motive für den Mord hohe Schulden der Maklerin und eine Beziehung mit einem anderen Mann angeführt. Der Ehemann verfügte über ein Anwesen im Wert von mehreren Millionen Dollar und eine Lebensversicherung.

Richins war in weiteren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden, darunter Versicherungsbetrug und versuchter Mord. Sie soll schon einmal versucht haben, ihren Mann durch ein mit Fentanyl versetztes Sandwich zu töten.

oka/dpa