SpOn 13.02.2026
11:39 Uhr

Konjunktur: Wirtschaftsministerium freut sich über Miniwachstum


Das Jahr 2025 schloss die deutsche Wirtschaft mit einem Miniwachstum von plus 0,2 Prozent ab. Das Wirtschaftsministerium sieht nun Anzeichen, dass sich der Trend im ersten Quartal 2026 verstärken könnte.

Konjunktur: Wirtschaftsministerium freut sich über Miniwachstum

Die Wirtschaft ist nach Einschätzung der Regierung wohl mit leichtem Rückenwind ins Jahr gestartet: »Aktuelle Indikatoren ​deuten nach einer leichten Belebung im vierten Quartal 2025 auf eine fortgesetzte konjunkturelle Erholung ‌zu Jahresbeginn hin«, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Die starke Zunahme der Industrieaufträge zum Jahresende spreche für eine allmähliche Belebung der industriellen Aktivität im weiteren Jahresverlauf.

Die Unternehmensstimmung habe sich tendenziell aufgehellt, wenn auch ausgehend von einem niedrigen ​Niveau. Auch bei den Verbrauchern habe sich die Konsumlaune zuletzt schrittweise verbessert: »Insgesamt mehren sich ⁠die ⁠Anzeichen, dass die bislang fragile konjunkturelle Erholung, auch getragen von der zunehmenden Nachfrage im Zuge der Beschaffungen im Verteidigungsbereich sowie des Sondervermögens Infrastruktur ‌und Klimaneutralität, an Stabilität gewinnt.«

Das Bruttoinlandsprodukt ist ​2025 nach zwei ‌Minus-Jahren in Folge erstmals wieder gewachsen, allerdings nur um 0,2 Prozent. Für 2026 rechnen die meisten Experten mit einem Plus von etwa einem Prozent. Erste Trendauswertungen aus der aktuellen Konjunkturumfrage ‌der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigen allerdings, dass sich die Wirtschaft auch weiterhin nur mühsam aus der Krise herausarbeiten ‌kann.

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Hohe Kosten für Arbeit ​und Energie, überbordende Bürokratie und ‌eine seit Jahren lahmende Konjunktur zehrten an ‌der Liquidität ​vieler Betriebe, besonders im Mittelstand, sagte DIHK-Chefanalyst Volker Treier. Die Forderungen der ‌Gläubiger allein aus den im November 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund ​1,5 Milliarden Euro. Die DIHK-Umfrage basiert auf 26.000 Unternehmensantworten aus ​allen Regionen und Branchen. Die ⁠Ergebnisse will die Kammer ​am Dienstag ​vorstellen.

mik/Reuters