SpOn 13.10.2026
05:01 Uhr

Konjunktur: IWF hebt Prognose für deutsche Wirtschaft deutlich an


Der Internationale Währungsfonds blickt optimistischer auf Deutschlands Wirtschaft: 2026 dürfte das Wachstum mit 1,3 Prozent fast doppelt so stark ausfallen wie noch im Juli erwartet. Auch für die Weltwirtschaft sieht es rosiger aus.

Konjunktur: IWF hebt Prognose für deutsche Wirtschaft deutlich an

Die deutsche Wirtschaft wird laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr deutlich stärker zulegen als bisher gedacht: 2026 dürfte das Wirtschaftswachstum mit 1,3 Prozent fast doppelt so stark ausfallen wie noch im Juli prognostiziert (0,7 Prozent). Das geht aus dem gerade veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick des IWF hervor (hier  im Original nachzulesen).

Für das kommende Jahr rechnen die Ökonomen für die Bundesrepublik nun mit einem Plus von 1,1 Prozent.

Damit stimmt der IWF mit der Bundesregierung überein: Berlin hatte vergangene Woche die gleichen Konjunkturprognosen veröffentlicht (mehr dazu hier). Der Optimismus basiert laut Bundeswirtschaftsministerium auf der überraschend starken Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

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Für die Weltwirtschaft positionierten sich die Expertinnen und Experten vom IWF ebenfalls etwas optimistischer. Sie rechnen für 2026 nun mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent (zuvor: 3,0 Prozent). Für das kommende Jahr behalten sie ihre Prognose von 3,4 Prozent bei.

Die Industrieländer hätten sich angesichts der seit dem Irankrieg gestiegenen Energiepreise widerstandsfähig gezeigt, erklärte der IWF. Viele dieser Staaten hätten von steigenden Investitionen in die künstliche Intelligenz (KI) profitiert; ärmere Länder, die aus diesem Boom keinen Nutzen zögen, stünden angesichts der Energiepreise jedoch vor schweren Entscheidungen, hieß es. Daher sprach der Währungsfonds in seinem Bericht von einem »zweigeteilten« Ausblick. Der Krieg in Iran zum einen und der KI-Boom zum anderen hätten zu einer »fragmentierten« Weltwirtschaft geführt.

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Die Eurozone dürfte sich laut IWF besser entwickeln als gedacht. Die Wirtschaft im Währungsraum legt laut neuer Prognose 2026 um 1,1 Prozent zu (plus 0,2 Punkte gegenüber Juli). Kommendes Jahr dürfte das Plus weiter bei 1,2 Prozent liegen. Während die Gesamtwirtschaft noch im ersten Quartal stagniert habe, habe das Wachstum im zweiten Quartal zugelegt. Das lag vor allem an einer sehr starken Erholung in Irland und einer andauernden Dynamik in Spanien, wie der IWF erklärte.

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aar/dpa/AFP