Ein deutscher Austauschstudent ist im Norden Kolumbiens mit Schussverletzungen tot aufgefunden worden. »Es wird untersucht, ob es darum ging, ihm das Motorrad zu stehlen«, zitierte das Nachrichtenportal »Notícias Caracol« die kolumbianische Nationalpolizei. Auch die »Hessenschau« berichtete über den Fall.
Der Leichnam des aus Darmstadt stammenden jungen Mannes sei im Gebiet Cuatro Vías im Departamento La Guajira im äußersten Norden Kolumbiens nahe der Grenze zu Venezuela gefunden worden. Nach Polizeiangaben wies er zwei Schussverletzungen im Brustbereich auf.
Student wollte noch durchs Land reisen
»Wir sind völlig erschüttert«, sagte Miriam Astrid Angarita, die Direktorin der Escuela Colombiana de Ingeniería Julio Garavito, in einem Interview. Sie bestätigte, dass sich der Deutsche dort seit August vergangenen Jahres im Rahmen eines akademischen Austauschprogramms aufgehalten hatte. Nach dem Ende des Semesters habe der Student eine Reise durch verschiedene Regionen Kolumbiens geplant, bevor er nach Deutschland zurückkehren wollte. »Wir sind wirklich sehr betroffen«, erklärte Angarita. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Dienstag.
Die Behörden fahnden nach den Tätern. Die regionale Regierung setzte dem Nachrichtenportal »Notícias Caracol« zufolge eine Belohnung von 70 Millionen kolumbianischen Pesos, umgerechnet rund 16.000 Euro, für Hinweise aus, die auf die Spur der Täter führen.


