SpOn 05.03.2026
14:00 Uhr

Kölner Dom kostet künftig für Touristen Eintritt


»Vergelt’s Gott« war einmal: Wer den Kölner Dom besichtigen will, wird bald zur Kasse gebeten. Mit dem Geld sollen die gestiegenen Kosten gedeckt werden. Allerdings muss nicht jeder zahlen.

Kölner Dom kostet künftig für Touristen Eintritt

Er ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit Kölns. Für viele Menschen, die in die Stadt kommen, steht ein Besuch auf dem Programm: der Kölner Dom. Das ist auch weiter möglich, allerdings nicht mehr gratis, denn der Kölner Dom kostet für Touristinnen und Touristen künftig Eintritt. Das gab Dompropst Guido Assmann bekannt. Für Gebete und Gottesdienste soll die Kirche weiter frei zugänglich sein.

Mehr zum Thema

Mit den Einnahmen sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden, hieß es. »Wir müssen unsere eigene Einnahmenseite steigern«, sagte Assmann.

Nun werde ein Konzept für die praktische Umsetzung entwickelt, sagte Assmann. Auch die Höhe der künftigen Gebühr stehe noch nicht fest. Derzeit kostet die Kathedrale mehr Geld, als sie einnimmt: Die Ausgaben lagen 2024 bei rund 14,2 Millionen Euro, die Einnahmen bei etwa 14 Millionen Euro.

Den Kölner Dom besuchen pro Jahr rund 6 Millionen Menschen. Die Kathedrale gehört damit zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Bundesrepublik. In Deutschland sind die meisten Kirchen frei zugänglich. Allerdings kosten zum Beispiel Turmbesteigungen und Kirchenschatz-Ausstellungen auch hierzulande häufig Eintritt. Im Ausland sind Zugangsgelder für Kirchen üblicher.

bbr/dpa/KNA