SpOn 19.02.2026
16:20 Uhr

Klimakrise: Tage mit hohem Waldbrandrisiko haben sich fast verdreifacht


Das Risiko für Waldbrände ist laut einer aktuellen Studie drastisch gestiegen. Die fortschreitende Erderwärmung sorgt demnach auch dafür, dass zeitgleiche Brände in verschiedenen Regionen wahrscheinlicher werden.

Klimakrise: Tage mit hohem Waldbrandrisiko haben sich fast verdreifacht

Die Klimakrise wirkt als Beschleuniger für Waldbrände – so weit, so bekannt: Eine Untersuchung kommt nun zu dem Ergebnis, dass sich die Zahl der Tage mit hohem Waldbrandrisiko weltweit fast verdreifacht hat.

Mehr als die Hälfte des Anstiegs ist laut Schätzung der Wissenschaftler auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen. Die Studie, die in der Fachzeitschrift »Science Advances«  veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass es in den 15 Jahren ab 1979 weltweit durchschnittlich pro Jahr 22 Tage mit hohem Waldbrandrisiko gab, also mit außergewöhnlich warmen, trockenen und oft windigen Bedingungen. 2023 und 2024 seien es sogar mehr als 60 gewesen.

Waldbrand in Kalifornien im September 2025

Waldbrand in Kalifornien im September 2025

Foto: Noah Berger / dpa

Mehrere Faktoren sorgen dabei für ein steigendes Waldbrandrisiko. Regnet es etwa längere Zeit nicht, geht den Böden in den oberen Schichten das Wasser aus. Mischwälder kommen damit besser klar als Nadelwälder. Zudem frisst sich Feuer langsamer durch Wälder mit verschiedenen Baumarten als durch Wälder mit Monokulturen.

Was die Brände konkret auslöst, bleibt meist unklar. Doch unter den gelösten Fällen taucht eine Ursache immer wieder auf: der Mensch. Ein Funke, der von einem Mähdrescher springt oder eine Zigarette, die auf den Boden fällt; schnell fangen Wiesen, Sträucher und Bäume Feuer, Glut und Flammen breiten sich aus.

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Mit der fortschreitenden Erderwärmung steige die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Regionen gleichzeitig Wetterbedingungen aufweisen, heißt es in der Studie weiter. Das mache es unwahrscheinlicher, dass Hilfe aus angrenzenden Gebieten komme, weil diese selbst betroffen seien.

Die Studie der Wissenschaftler untersucht das Phänomen nach eigenen Angaben erstmals global. Von 14 untersuchten Weltregionen habe nur Südostasien einen Rückgang solcher Feuerwettertage verzeichnet, vermutlich weil es dort feuchter geworden sei.

svs