Bei einem Lawinenabgang auf der Streif-Abfahrt am Hahnenkamm in Kitzbühel sind am Dienstag zwei Jugendliche teilweise verschüttet worden. Nach Angaben der Leitstelle Tirol ereignete sich das Unglück gegen 13.30 Uhr unterhalb der sogenannten Hausbergkante.
Die Skifahrer waren in einer Gruppe unterwegs, als sich die Schneemassen lösten. Zwei Jugendliche wurden teilweise verschüttet – ihre Köpfe ragten noch aus dem Schnee, sie konnten atmen. Ein drittes Gruppenmitglied alarmierte sofort die Einsatzkräfte.
Rettungskräfte der Bergwacht und der Feuerwehr Kitzbühel trafen wenig später ein. Eine Stunde nach dem Abgang konnten die beiden Jugendlichen aus der Region befreit werden. Nach Informationen der »Bild« erlitten sie mittelschwere Verletzungen.
Zum Zeitpunkt des Unglücks galt Lawinenwarnstufe eins – geringe Gefahr. Nach Behördenangaben kann jedoch auch bei niedriger Warnstufe durch Triebschnee eine ernsthafte Gefährdung entstehen. Nach bisherigen Erkenntnissen lösten die Skifahrer die Lawine selbst aus, als sie ein Schneedepot befuhren, teilten die Bergbahnen KitzSki mit.
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Die Streif ist eine der bekanntesten Weltcup-Abfahrten der Alpen. Außerhalb von Rennen wird sie als rote Piste geführt, besonders steile Passagen sind als »extreme Skiroute« markiert.
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