SpOn 25.02.2026
09:56 Uhr

Kita-Krise: SPD warnt vor Kita-Sterben in Ostdeutschland


Vor allem Kitas in Ostdeutschland gehen derzeit die Kinder aus. Die SPD fordert mehr Geld von der Bundesregierung. Komme das nicht, drohe ein großflächiges Kita-Sterben ab 2027.

Kita-Krise: SPD warnt vor Kita-Sterben in Ostdeutschland

Lange Öffnungszeiten, qualifiziertes Personal, kaum Wartezeiten: Kitas in Ostdeutschland gelten als gut ausgestattet. Trotzdem gehen ihnen wegen der sinkenden Geburtenrate die Kinder aus. SPD-Politiker befürchten daher ein flächendeckendes Kita-Sterben ab 2027. Die Bundesregierung müsse jetzt mit Finanzzusagen gegensteuern.

»Es steht erneut ein Wegbrechen der Kita-Strukturen bevor«, schreiben die Kita-politischen Sprecher der SPD-Fraktionen von Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in einem Forderungspapier, das an Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) gerichtet ist.

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Aufgrund des demografischen Wandels gingen die Kinderzahlen in Ostdeutschland rapide zurück, heißt es darin. »Das hat gravierende soziale Auswirkungen. Die gut ausgebildeten und vor allem jungen Fachkräfte bangen um ihre berufliche Zukunft«, schreiben die Sozialdemokraten.

Demografischer Wandel trifft Osten mit Wucht

Während in vielen westdeutschen Regionen händeringend nach Fachpersonal für Kitas gesucht wird, trifft die ostdeutschen Bundesländer der demografische Wandel bereits jetzt mit Wucht: Kinderzahlen sinken, Kitaplätze bleiben frei, mancherorts schließen Einrichtungen . Dem Schreiben zufolge versuchen die Ost-Flächenländer, mit verschiedenen Maßnahmen gegenzusteuern. Doch das kostet Geld.

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Die SPD-Politiker befürchten, dass sich die Situation ab 2027 verschärfen könnte, weil sie bisher Mittel aus dem Kita-Qualitätsgesetz des Bundes auch für die Verbesserung der Personalschlüssel und zum Gewinnen von Fachkräften nutzen konnten. »Die vorgesehene Einstellung der Bundesmittel für diese Handlungsfelder ist nicht zu verantworten«, schreiben die Sozialdemokraten.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte angekündigt, in diesem Jahr einen Gesetzentwurf im Bereich frühkindlicher Bildung vorzulegen. »Der im Westen notwendige Ausbau von Plätzen und die Gewinnung von pädagogischen Fachkräften, um bestehende und künftige Rechtsansprüche abzusichern, kann nicht zulasten des Ostens umgesetzt werden«, heißt es in dem Papier.

him/dpa