SpOn 16.09.2026
08:13 Uhr

Kim Kardashian bekommt nach Raubüberfall einen Euro Schadensersatz


Es ging um die Aussage, nicht das Geld: Kim Kardashian und ihre Stylistin haben zehn Jahre nach einem Raubüberfall in Paris je einen Euro zugesprochen bekommen. Ein Hotelmitarbeiter bekam eine höhere Summe.

Kim Kardashian bekommt nach Raubüberfall einen Euro Schadensersatz

Fast zehn Jahre nach dem spektakulären Raubüberfall auf Kim Kardashian, 45, hat ein Pariser Gericht dem US-Reality-TV-Star eine symbolische Entschädigung in Höhe von einem Euro zugesprochen. Das teilte ein in den Fall involvierter Anwalt mit.

Kardashian hatte diesen symbolischen Betrag in einem Zivilverfahren gefordert. Auch ihrer Stylistin, Simone Harouche, die während des Raubüberfalls anwesend war, wurde ein Euro zugesprochen – ebenfalls der Betrag, den sie gefordert hatte.

»Die schrecklichste Erfahrung meines Lebens«

Ein ehemaliger Rezeptionist der Unterkunft, in der Kardashian gewohnt hatte, bekam 109.516 Euro zugesprochen. Außerdem sprach das Gericht dem Hotel 50.000 Euro zu.

Kardashian bezeichnete den Überfall als »die schrecklichste Erfahrung meines Lebens«. Sie und Harouche bedankten sich nach der Gerichtsentscheidung in einer gemeinsamen Erklärung bei der französischen Justiz. »Das Erlebnis war zutiefst traumatisch, und seine Auswirkungen begleiten uns bis heute. Bei der heutigen Entscheidung geht es nicht um Entschädigung, sondern um Verantwortlichkeit und Anerkennung«, hieß es in dem Schreiben, aus dem die Nachrichtenagentur AP zitiert. »Wir sind dem Gericht und allen dankbar, die uns während dieses gesamten Prozesses unterstützt haben, und hoffen, nun nach vorn blicken und weiter heilen zu können.«

Kardashian gefesselt und geknebelt

Kardashian, die sich anlässlich der Fashion Week in Paris aufhielt, war im Oktober 2016 nachts in der Luxusunterkunft No Address im 8. Arrondissement von Paris überfallen worden. Als Polizisten verkleidete Täter fesselten und knebelten sie und erbeuteten Schmuck im Wert von neun Millionen Euro, darunter den Verlobungsring des Stars mit einem 18,88-Karat-Diamanten.

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Kardashian konnte sich selbst befreien und Alarm schlagen. Sie blieb körperlich unverletzt, stand aber unter Schock.

Die Täter, im Durchschnitt rund 60 Jahre alt, wurden von der französischen Presse als »Opa-Gangster« bezeichnet. Im Mai 2025 hatte ein Gericht acht Angeklagte verurteilt und zwei freigesprochen. Sieben der Verurteilten erhielten Freiheitsstrafen zwischen drei und acht Jahren, die teilweise oder ganz zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ein weiterer Angeklagter wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

bbr/Reuters/AP