SpOn 02.01.2026
05:12 Uhr

Kim Jong Uns Tochter besucht Mausoleum ihrer Ahnen


Baut Diktator Kim Jong Un seine junge Tochter als Nachfolgerin auf? Dafür gibt es immer wieder Anzeichen in Nordkorea. Jüngstes Beispiel: der Besuch des »geliebten Kinds« in einer symbolträchtigen Grabstätte.

Kim Jong Uns Tochter besucht Mausoleum ihrer Ahnen

Die Tochter von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Staatsmedien zufolge erstmals das Mausoleum besucht, in dem ihr Großvater und Urgroßvater beigesetzt sind. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte am Freitag entsprechende Bilder, auf denen Kim Ju Ae zu sehen ist. Damit festigt sie ihre Position als Nachfolgerin ihres Vaters.

Auch Machthaber Kim besuchte KCNA zufolge den Kumsusan-Palast der Sonne in der Hauptstadt Pjöngjang, begleitet von hochrangigen Beamten. In dem Gebäude sind Kims Vater Kim Jong Il und sein Großvater Kim Il Sung beigesetzt.

Die Kim-Familie regiert Nordkorea seit Jahrzehnten mit eiserner Hand. Ein Personenkult um die Familie dominiert das tägliche Leben in dem international weitgehend isolierten Land. Der südkoreanische Geheimdienst hatte im vergangenen Jahr erklärt, dass Kim Ju Ae als Nachfolgerin ihres Vaters gelte, nachdem sie Kim Jong Un auf einer Reise nach Peking begleitet hatte.

Kim Ju Ae, die auf etwa 13 Jahre geschätzt wird, war erstmals 2022 öffentlich in Erscheinung getreten, als sie ihren Vater zu einem Start einer Interkontinentalrakete begleitete. Seitdem bezeichneten nordkoreanische Staatsmedien sie als »das geliebte Kind« und als »große Führungspersönlichkeit«. Dabei handelt es sich um einen Begriff, der für gewöhnlich Spitzenpolitikern und ihren Nachfolgern vorbehalten ist.

Spekulation über weitere Kinder des Diktators

Einige Experten gehen davon aus, dass Kim Jong Un neben seiner Tochter möglicherweise noch weitere Kinder habe; darunter auch einen Sohn, der zu einem späteren Zeitpunkt der Öffentlichkeit präsentiert werden könnte.

Mehr zum Thema

In seiner Neujahrsrede hatte der Diktator Kim 2025 als ein unvergessliches Jahr bezeichnet. Er grüßte auch seine Truppen, die an der Seite der russischen Armee in der Ukraine kämpfen. »Seid mutig, hinter Euch stehen Pjöngjang und Moskau«, sagte er – und betonte die »unerschütterliche Allianz« mit Kremlchef Wladimir Putin.

jok/AFP