SpOn 18.11.2025
20:34 Uhr

Kim-Dynastie warnt Südkorea vor dem Bau von Atom-U-Booten


Südkorea und die USA haben gerade erst ein Sicherheits- und Handelsabkommen geschlossen. Das sieht auch den Bau von U-Booten mit Atomantrieb vor. Nun droht Nordkorea.

Kim-Dynastie warnt Südkorea vor dem Bau von Atom-U-Booten

Nordkorea hat eine Vereinbarung Südkoreas mit den USA zum Bau von Atom-U-Booten scharf kritisiert. Dies sei ein »gefährlicher Versuch der Konfrontation« und berge die Gefahr eines »nuklearen Dominoeffekts«, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Sollte der Süden atomar betriebene U-Boote besitzen, könnte dies zu einem »heißen Wettrüsten« führen.

Das Präsidentenbüro in Seoul erklärte daraufhin, Südkorea habe keinerlei »feindliche Absichten« gegenüber dem Nachbarland.

Südkorea hatte in der vergangenen Woche den Abschluss eines Sicherheits- und Handelsabkommens mit den USA bekannt gegeben, in dessen Rahmen auch U-Boote mit Atomantrieb gebaut werden sollen. Bislang verfügt das Land nur über dieselbetriebene U-Boote. Präsident Lee Jae-myung hatte betont, Südkorea habe nicht vor, mit Atomwaffen ausgestattete U-Boote zu bauen. Diesel-U-Boote könnten nur kürzer unter Wasser bleiben, »was unsere Fähigkeit einschränkt, nordkoreanische oder chinesische U-Boote zu verfolgen«, sagte Lee.

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Nordkorea verfügt dagegen über Atomwaffen. Die beiden Nachbarländer sind auch über sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Koreakriegs im Jahre 1953 formell weiterhin im Kriegszustand. Die USA haben Zehntausende Soldaten in Südkorea stationiert, unter anderem zum Schutz Südkoreas.

Südkorea schlägt Nordkorea erstmals seit Jahren Militärgespräche vor

Die Protestnote aus Nordkorea kommt, nachdem Südkorea erstmals seit sieben Jahren Militärgespräche vorgeschlagen hatte, um Zusammenstöße an der Grenze zu verhindern. Ziel sei es, die »Schaffung einer klaren Referenzlinie« für die militärische Demarkationslinie, die De-Facto-Grenze zwischen beiden Ländern, zu diskutieren.

Südkoreas Vize-Verteidigungsminister Kim Hong Cheol betonte am Montag bei einer Pressekonferenz, nordkoreanische Soldaten hätten wiederholt die Demarkationslinie übertreten, taktische Straßen und Zäune errichtet und Minen gelegt. Südkoreanische Soldaten hätten in Reaktion darauf Warnschüsse abgefeuert und die Nordkoreaner mit Durchsagen im Rundfunk zum Rückzug aufgerufen, fügte er hinzu.

dop/AFP