SpOn 23.11.2025
11:52 Uhr

Kennedy-Enkelin macht Krebserkrankung öffentlich und kritisiert ihren Cousin


Sie leide an Krebs im Endstadium, schreibt Kennedy-Enkelin Tatiana Schlossberg in einem Essay. Die Gesundheitspolitik ihres Vetters Robert F. Kennedy Jr. schade Menschen wie ihr, er sei »eine Schande« für ihre Familie.

Kennedy-Enkelin macht Krebserkrankung öffentlich und kritisiert ihren Cousin

Tatiana Schlossberg, die Enkelin des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, hat bekannt gegeben, dass sie Krebs im Endstadium hat. Das offenbarte die 35-Jährige in einem Essay im »The New Yorker« , in dem sie auch die Politik ihres Onkels zweiten Grades, dem US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., kritisierte.

Die Tochter von Kennedys Tochter Caroline Kennedy und Edwin Schlossberg, schrieb, bei ihr sei im Mai 2024 im Alter von 34 Jahren Krebs diagnostiziert worden. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes stellte ihr Arzt fest, dass ihre Anzahl weißer Blutkörperchen erhöht war. Es stellte sich heraus, dass sie an einer Leukämie mit einer seltenen Mutation leide, die in der Regel bei älteren Menschen auftritt.

Schlossberg, die als Umweltjournalistin arbeitete, schrieb auch, dass die von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützten Maßnahmen Krebspatienten wie ihr schaden könnten.

»Während ich immer mehr Zeit unter der Obhut von Ärztinnen, Krankenschwestern und Forschern verbrachte, die sich für die Verbesserung des Lebens anderer einsetzten, musste ich mit ansehen, wie Bobby fast eine halbe Milliarde Dollar für die Forschung an mRNA-Impfstoffen kürzte. Einer Technologie, die gegen bestimmte Krebsarten eingesetzt werden könnte«, so Schlossberg in dem Essay über JFK jr..

Diesen bezeichnete sie als »eine Schande« für ihre Familie und beschrieb ihre Befürchtungen, dass seine Angriffe auf Impfstoffe dazu führen könnten, dass sie »den Rest meines Lebens mit einem geschwächten Immunsystem verbringen muss.«

Der US-Gesundheitsminister hatte im August rund eine halbe Milliarde Dollar (rund 430 Millionen Euro) für die Arbeit an bestimmten mRNA-Impfstoffen gestrichen. Die mRNA-Technologie setzt an den Bauplänen körpereigener Eiweiße an, sie wurde bekannt durch Coronaimpfstoffe.

Mehr zum Thema

Schlossbergs Essay wurde am 62. Jahrestag der Ermordung ihres Großvaters veröffentlicht. Sie schrieb, dass sie sich mehreren Chemotherapien und zwei Stammzelltransplantationen unterzogen habe, wobei bei der ersten Transplantation Zellen ihrer Schwester und bei der nächsten Zellen eines nicht verwandten Spenders verwendet wurden, und dass sie an klinischen Studien teilgenommen habe.

Während der letzten Studie, teilte Schlossberg mit, habe ihr Arzt ihr gesagt, dass er sie »vielleicht ein Jahr lang am Leben halten könne«.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels wurde RJF Jr. als Cousin Schlossbergs bezeichnet, tatsächlich ist er ihr Onkel zweiten Grades. Wir haben die Stelle korrigiert.

naw/AP