Craig, der »legendäre Super-Tusker«, ist im Amboseli-Nationalpark im Süden Kenias gestorben. Das teilte die kenianische Parkbehörde Kenya Wildlife Service mit. Er wurde offenbar rund 54 Jahre alt.
»Heute Morgen haben der Amboseli-Nationalpark, Kenia und die ganze Welt eine wahre Ikone verloren«, so die Parkbehörde. Das Tier, »berühmt für seine riesigen, den Boden berührenden Stoßzähne und seine ruhige Art«, sei aufgrund seines hohen Alters und seines langen Lebens in freier Wildbahn eines natürlichen Todes gestorben, schrieb die Behörde auf X.
𝐅𝐚𝐫𝐞𝐰𝐞𝐥𝐥 𝐭𝐨 𝐂𝐫𝐚𝐢𝐠 – 𝐀 𝐆𝐞𝐧𝐭𝐥𝐞 𝐆𝐢𝐚𝐧𝐭 𝐚𝐧𝐝 𝐒𝐮𝐩𝐞𝐫 𝐓𝐮𝐬𝐤𝐞𝐫 𝐊𝐧𝐨𝐰𝐧 𝐭𝐨 𝐭𝐡𝐞 𝐖𝐨𝐫𝐥𝐝 🐘
— Kenya Wildlife Service (@KWSKenya) January 3, 2026
Early this morning, Amboseli National Park, Kenya - and indeed the world - lost a true icon. Craig, the legendary super tusker famed for its immense,… pic.twitter.com/4Xnl5uwNPv
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Der Elefant zählte zu den wenigen noch lebenden Bullen mit außergewöhnlich langen und schweren Stoßzähnen, die jeweils mehr als 45 Kilogramm wogen. Die Tiere werden tatsächlich als »Super-Tusker« bezeichnet (Tusk = Stoßzahn auf Englisch) und sind in Afrika nur noch in sehr geringer Zahl zu finden. Craig wurde 1972 geboren und stammte aus der seit Jahrzehnten erforschten kenianischen CB-Elefantenfamilie. Seine Stoßzähne reichten fast bis zum Boden.
Verstorbener Elefantenbulle Craig: »Eine wahre Ikone«
Foto: Kenya Wildlife Service / dpaRanger und Safari-Guides beschrieben Craig als ungewöhnlich ruhig für einen dominanten Bullen. Nach Angaben der Parkbehörde »schien Craig seinen Platz in der Welt zu verstehen«. Damit ist offenbar gemeint, dass er seine domestizierte Existenz in einem von Menschen betreuten und organisierten Wildtier- und Naturreservat akzeptiert habe. Er habe häufig angehalten und stillgestanden, während Touristen ihn fotografierten, hieß es. Der Elefant sei zu einem Symbol erfolgreicher Naturschutzarbeit geworden, hieß es.
Craig zeugte mehrere Kälber und trug damit zur Weitergabe seltener genetischer Merkmale bei, darunter die Veranlagung zu besonders großen Stoßzähnen. Diese Eigenschaft ist infolge jahrzehntelanger Wilderei selten geworden. Trotz Schutzmaßnahmen gelten diese Elefanten als stark gefährdet. In Ostafrika gibt es nur noch wenige Exemplare. Sein langes Überleben sei dem konsequenten Schutz durch die Parkbehörde und die lokale Gemeinschaft vor Wilderern zu verdanken, erklärte die Parkbehörde.
In Kenia und darüber hinaus bekannt wurde Craig auch durch eine Kampagne eines kenianischen Getränkeherstellers, der den Elefanten 2021 symbolisch adoptierte, um auf den Schutz von Elefanten aufmerksam zu machen.
