Die USA verlegen offenbar Personal von einem wichtigen Militärstützpunkt im Nahen Osten. Medienberichten zufolge waren Mitarbeiter in Udeid, Katar, aufgerufen, den Stützpunkt zu verlassen. Dieser liegt am Rande der katarischen Hauptstadt Doha. Bei dem Aufruf handele es sich um eine »Vorsichtsmaßnahme«, zitierte der US-Sender CNN einen namentlich nicht genannten US-Beamten. Auch die »New York Times« und NBC News berichteten über den Vorgang. Laut NBC News sollen die Truppen in andere Einrichtungen und Hotels in der Region verlegt werden.
Das staatliche Medienbüro in Katar bestätigte in einem via X-Post verbreiteten Statement entsprechende Medienberichte. Es verwies darauf, dass diese Maßnahmen als Reaktion auf die »aktuellen Spannungen in der Region« ergriffen würden. Die Rede war vom Abzug »bestimmter Mitarbeiter«.
Statement from the International Media Office of the State of Qatar regarding media reports circulating about the departure of certain personnel from Al Udeid Air Base.https://t.co/bEFk457xVF pic.twitter.com/oeVHXFNkpO
— Qatar's International Media Office (@IMO_Qatar) January 14, 2026
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Nachdem sich die USA im Juni vergangenen Jahres dem Krieg Israels gegen Iran angeschlossen und unterirdische iranische Atomanlagen bombardiert hatten, hatte Iran als Vergeltung die US-Luftwaffenbasis Udeid angegriffen.
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Dabei handelt es sich um einen der wichtigsten US-Stützpunkte im Nahen Osten. Dort sind Berichten zufolge normalerweise rund 10.000 Soldaten und ziviles Personal stationiert. Der Stützpunkt ist auch die Kommandozentrale des US-Militärs in der Region. Das Hauptquartier des US-Regionalkommandos (Centcom) für den Nahen Osten liegt in Tampa im Bundesstaat Florida.
Aktuell sind im Nahen Osten rund 40.000 Soldaten und andere US-Militärangehörige stationiert, viele davon auf Kriegsschiffen. Zu den dauerhaften Stützpunkten zählen auch Einrichtungen in Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien wie auch im Irak, Syrien und Jordanien. In Saudi-Arabien rief die US-Botschaft ihre Mitarbeiter angesichts der Spannungen zu erhöhter Vorsicht auf.
