SpOn 10.02.2026
13:06 Uhr

Karneval: Bundespolizei verbietet Waffen an vielen Bahnhöfen


In Nordrhein-Westfalen rüstet sich die Polizei fürs Narrenfest: An sämtlichen Bahnhöfen sind Waffen verboten. Beamte dürfen Reisende kontrollieren – auch ohne konkreten Verdacht.

Karneval: Bundespolizei verbietet Waffen an vielen Bahnhöfen

Die Bundespolizei macht über Karneval zahlreiche Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen de facto zu Waffenverbotszonen. Per Allgemeinverfügung sind von Altweiberdonnerstag bis einschließlich Karnevalsdienstag gefährliche Gegenstände in den betroffenen Bahnhöfen verboten. Die Polizei darf Reisende auch ohne konkreten Verdacht kontrollieren.

Betroffen sind die Hauptbahnhöfe Münster, Paderborn, Bielefeld, Hamm, Moers, Voerde, Düsseldorf, Duisburg, Wuppertal, Oberhausen, Mönchengladbach, Bonn und Köln sowie die Bahnhöfe Köln-Süd und Siegburg/Bonn.

Schusswaffen und Messer verboten

Das Verbot umfasse Schuss-, Hieb- und Stoßwaffen wie Messer, Beile oder Pistolen, Luftdruck- und CO₂-Waffen sowie Gegenstände, mit denen erhebliche Verletzungen verursacht werden könnten, hieß es von der Bundespolizei . Da die Behörde juristisch keine Waffenverbotszonen verhängen darf, nutzt man eine Allgemeinverfügung, die im Endeffekt aber das Gleiche bewirkt.

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Zur Begründung verweist die Polizei auf Karnevalszüge nahe den Bahnhöfen und die vielen Menschen, die massenhaft zu den Karnevalsfeiern anreisen und reichlich Alkohol konsumieren. Die Beamten warnen in dieser Lage vor Gewalttaten, bei denen auch gefährliche Gegenstände zum Einsatz kommen könnten.

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atr/dpa