Bei einem erneuten US-Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggelboot in der Karibik sind nach Angaben der US-Armee drei Menschen getötet worden. »Drei Narko-Terroristen wurden bei diesem Einsatz getötet«, erklärten die US-Streitkräfte am Freitag (Ortszeit). Damit stieg die Zahl der Toten bei solchen Einsätzen auf mindestens 133.
Seit September des vergangenen Jahres haben die USA Dutzende Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt waren. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump spricht von »Narko-Terroristen«, die von Venezuela aus agieren.
Die US-Regierung hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein.
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Anfang Januar hatten die US-Streitkräfte Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro bei einem Militäreinsatz gefangengenommen und in die USA gebracht. Maduro sitzt in New York in Haft, ihm soll wegen »Drogenterrorismus« der Prozess gemacht werden.
