SpOn 11.02.2026
22:32 Uhr

Kanada: Polizei identifiziert Schützin des Amoklaufs in Tumbler Ridge


Bei dem Angriff auf eine Schule im kanadischen Tumbler Ridge sind neun Menschen gestorben, darunter auch die mutmaßliche Täterin. Die Polizei berichtet von Einsätzen am Elternhaus der Frau.

Kanada: Polizei identifiziert Schützin des Amoklaufs in Tumbler Ridge

Die Angreiferin des Amoklaufs an einer Schule im kanadischen Tumbler Ridge ist von der Polizei identifiziert worden. Demnach handelt es sich um eine 18-jährige Frau mit psychischen Gesundheitsproblemen, wie die kanadische Polizei mitteilte.

Mehrfach seien Polizeibeamte in der Vergangenheit zum Wohnort der Familie gerufen worden, unter anderem auch wegen der psychischen Gesundheit der 18-Jährigen. Die Polizei bestätigte zudem, dass es sich bei der mutmaßlichen Täterin um eine trans Person handelte. Das Motiv der Tat bleibe weiter unklar. Die Polizei habe in der Vergangenheit Schusswaffen vom Wohnort der Familie beschlagnahmt, die auf Antrag des Besitzers jedoch wieder zurückgegeben wurden.

Auch Mutter und Stiefbruder unter den Opfern

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben am Dienstag um 13.20 Uhr Ortszeit (21.20 Uhr MEZ) über die Schüsse informiert. Sie vermeldete neun Tote. Zunächst war die Rede von zehn Toten gewesen. Darunter seien auch die Mutter der Schützin, sowie ihr Stiefbruder, die in einem Haus unweit der Schule gefunden wurden. Unter den Toten in der Schule ist laut Polizei auch die mutmaßliche Angreiferin. Wie der kanadische Sender CBC berichtet, sei die Person an einer »selbst zugefügten Verletzung« gestorben. Zudem seien mindestens 25 Menschen verletzt worden.

Der kanadische Premierminister reagierte mit Bestürzung auf die Tat. Er sei »zutiefst erschüttert«, schrieb Mark Carney auf der Plattform X . »Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden, die durch diese schrecklichen Gewalttaten Angehörige verloren haben.«

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Für die kommenden sieben Tage ordnete er Staatstrauer an. Tumbler Ridge, Schauplatz des Vorfalls, nannte er »eine Stadt von Bergarbeitern, Lehrern, Bauarbeitern, Familien, die dort ihr Leben aufgebaut haben – Menschen, die immer füreinander da waren«. Seine Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz sagte Carney ab.

Weniger Schusswaffengewalt als in den USA

Es handelt sich laut kanadischen Medien um den tödlichsten Vorfall dieser Art an einer Ausbildungsstätte in dem Land seit 1989. Damals erschoss ein 25-Jähriger an einer Fachhochschule in Montreal 14 Studentinnen, bevor er sich selbst das Leben nahm. In Kanada gibt es viel seltener Schusswaffengewalt als im Nachbarland USA. Experten führen das auf die deutlich strengeren kanadischen Waffengesetze zurück.

fwu/Reuters/dpa