SpOn 21.11.2025
17:16 Uhr

KAS: Annegret Kramp-Karrenbauer hält an Kandidatur für Stiftungsvorsitz fest


Wer übernimmt den Vorsitz der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung? Kanzler Merz hat sich für einen Vertrauten starkgemacht, aber auch Annegret Kramp-Karrenbauer kandidiert. Und hat Unterstützer.

KAS: Annegret Kramp-Karrenbauer hält an Kandidatur für Stiftungsvorsitz fest

Die frühere CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hält an ihrer Kandidatur für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) fest. Und das, obwohl Parteichef Friedrich Merz den Rechtsexperten und Vizevorsitzenden der Unions-Bundestagsfraktion, Günter Krings, für den Posten vorgeschlagen hat. Kramp-Karrenbauer sagte der »Rheinischen Post«: »Die Bereitschaft zur Kandidatur besteht unverändert.«

Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa und der frühere Vorsitzende des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, hatten AKK, wie Kramp-Karrenbauer in ihrer Partei genannt wird, bereits offiziell vorgeschlagen. AKK ist eng mit der Stiftung verbunden – sie ist seit Jahren in der Führung aktiv, gehört dem Vorstand der KAS an.

Bundeskanzler Merz indes scheint die Kandidatin nicht zu passen: In einem Brief an den noch amtierenden Vorsitzenden der CDU-nahen Stiftung, Norbert Lammert, hatte er sich für Krings eingesetzt. Dieser verfüge über umfangreiche Erfahrungen in vielen Bereichen der Politik und Wissenschaft, hieß es darin. Krings bestätigte seine Kandidatur in der »FAZ«. Krings ist Jurist und seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestags. Seit 2017 ist er zudem Vorsitzender der CDU-Landesgruppe NRW.

Am 19. Dezember sollen die 52 Stiftungsmitglieder über die Lammert-Nachfolge entscheiden. Mit dem Festhalten von Kramp-Karrenbauer an ihrer Kandidatur ist erstmals in der Geschichte der Adenauer-Stiftung eine Kampfabstimmung möglich.

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Ein Scheitern von Krings wäre auch für Merz ein Rückschlag. 2018 hatte er bei der Wahl zum CDU-Vorsitz knapp gegen Kramp-Karrenbauer verloren. Erst später wurde er Parteichef.

Die CDU-nahe Stiftung wurde 1955 gegründet und beschäftigt weltweit rund 1600 Mitarbeiter. Der Posten im Vorsitz gilt als prestigeträchtig und war bislang ausschließlich mit männlichen CDU-Politikern besetzt.

esk